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Mühle-Brettspiel bauen

Eine anspruchsvolle Bastelanleitung für lange Herbstnachmittage: Mit dieser Bauanleitung können Sie sich und Ihrer Familie aus hochwertigen, naturbelassenen Materialien ein wunderschönes Mühlespiel basteln, das Sie und Ihre Kinder lange begleiten wird. Sie werden erleben, wie schön es ist, mit Holz zu arbeiten und etwas Dauerhaftes selbst zu schaffen. 

Was Sie benötigen

  • Ponal Express Holzleim
  • Klarlack
  • Ahorn-Leimholz, 450 x 450 x 30 mm
  • Mahagoni-Rundholz, Ø 20 x 100 mm lang
  • Ahorn-Rundholz, Ø 20 x 100 mm lang
  • 4 lfd. m Mahagoni-Holzleiste, 5 x 5 mm
  • Oberfräse mit 5-mm-Nutfräser (empfohlen) oder Stechbeitel, 5 mm breit
  • Evtl. Holzhammer
  • Lackierpinsel
  • 100er Schleifpapier
  • 400er Schleifpapier
  • Schleifklotz
  • Gehrungssäge
  • Feinsäge
  • Bleistift
  • Lineal

Und so wird’s gemacht

Zeichnen Sie zuerst den Mühle-Spielplan mit einem Bleistift und einem Lineal auf die Ahorn-Platte. Abbildungen des Spielplans finden Sie an vielen Stellen im Internet. 

 

Zeichnen Sie auf das Brett zunächst ein Quadrat mit 25 mm Abstand zu den Außenseiten, das entspricht 400 mm Seitenlänge. Zeichnen Sie nun von der Mitte der vier Quadratseiten aus (bei 200 mm) vier exakt 100 mm lange Linien in die Mitte des Brettes. Markieren Sie die Mitte dieser Linien (100 mm) mit einem kleinen Kreuzchen.

 

Zeichnen Sie nun ein zweites Quadrat mit 300 mm Seitenlänge in das erste Quadrat hinein, dessen Seiten durch die Kreuzchen auf den nach innen weisenden Linien verlaufen. Das zweite Quadrat muss 50 mm Abstand zum ersten Quadrat haben.


Für das letzte Quadrat zeichnen Sie in das zweite Quadrat ein drittes Quadrat mit 200 mm Seitenlänge, das bündig mit den nach innen weisenden Linien abschließt.  Hier sind ebenfalls exakt 50 mm Abstand zum nächstgrößeren Quadrat einzuhalten.

 

Nehmen Sie nun erneut das Lineal zur Hand und verbreitern Sie alle angezeichneten Linien auf 5 mm – hier soll später gefräst beziehungsweise geschnitzt werden. Zeichnen Sie dazu einfach eine zweite Linie im Abstand von 5 mm nach innen neben die erste Linie.

Fräsen oder mit einem Stechbeitel bearbeiten

Je nachdem, ob Sie eine Oberfräse besitzen oder nicht, folgen nun die Fräs- oder Stemmarbeiten: Folgen Sie mit der Oberfräse oder dem Stechbeitel exakt den vorgegeben Linien. Treiben Sie den Stechbeitel dabei gefühlvoll mit einem Holzhammer voran. Beim Stemmen oder Fräsen sollten Sie eine Tiefe von 5 mm nicht überschreiten. 

 

Da exaktes Arbeiten hier sehr entscheidend ist, empfehlen wir ausdrücklich den Einsatz einer Oberfräse.

Intarsien zuschneiden

Sägen Sie nun aus der 5-x-5-mm-Mahagonileiste Abschnitte mit der Fein- und/oder Gehrungssäge wie folgt zu:

 

  • 4x 400 mm mit 45° Gehrungswinkel an beiden Enden
  • 4x 300 mm mit 45° Gehrungswinkel an beiden Enden
  • 4x 200 mm mit 45° Gehrungswinkel an beiden Enden
  • 8x 45 mm ohne Gehrungswinkel

Nun werden die Intarsien eingeleimt: Geben Sie dazu jeweils einen dünnen Streifen Ponal Express Holzleim in die ausgesägten Nuten auf dem Spielbrett.

 

Drücken Sie danach die Intarsien in das Spielbrett ein: Beginnen Sie dabei am besten mit den langen Außenseiten, fügen Sie dann die Verbindungsstücke zum nächsten Quadrat hinzu usw.

 

Nach fünf Minuten hat der Ponal Express Leim bereits eine Anfangsfestigkeit erreicht, warten Sie mit der Weiterbearbeitung dennoch besser eine halbe Stunde.

Schleifen und Lackieren

Schleifen Sie nun das gesamte Spielbrett großzügig mit dem 100er-Schleifpapier ab. Zwischen den Intarsien und dem Spielbrett sollte hinterher kein Übergang mehr spürbar sein.

 

Nachdem Sie alle Unebenheiten beseitigt haben, folgt der Feinschliff mit 400er-Schleifpapier. Er sorgt für eine perfekte Lackiervorbereitung.


Lackieren Sie nun mit dem Lackierpinsel das Brett einmal vor und am nächsten Tag ein zweites Mal nach; je nach Qualität des Klarlacks kann auch ein drittes Mal erforderlich sein. Zwischen den Lackaufträgen empfiehlt sich je ein Zwischenschliff mit feinem Papier. Tragen Sie grundsätzlich lieber mehrere dünne Schichten auf als wenige dicke.

 

Das Spielbrett ist jetzt fertig, es fehlen nur noch die Steine:

Die Spielsteine

Schneiden Sie mit der Feinsäge die beiden Rundhölze in 9 jeweils 8 mm dicke Scheiben.

 

Schleifen Sie die Scheiben und vor allem die Kanten sorgfältig zunächst mit 100er, anschließend noch einmal mit 400er Schleifpapier.

 

Lackieren Sie die einzelnen Spielsteine mit Klarlack, und lassen Sie sie gründlich trocknen.

 

Fertig ist ein selbstgebautes Mühlespiel, mit dem noch Ihre Enkel spielen werden.

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