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Außendurchfeuchtung – Keller von außen abdichten

Feuchte Räume im Keller sind meist auf von außen eindringendes Wasser zurückzuführen. Ausblühungen, Schimmelbefall, Pilze, nasse Wände und stehendes Wasser können die sichtbaren Folgen sein. Diese Anzeichen sollten auf keinen Fall ignoriert werden, da ständige Feuchtigkeit zu schweren Bauwerksschäden führen kann und die Bildung von Schimmel etc. eine Gefährdung der Gesundheit darstellt.


Achtung: Bei aufsteigendem Druckwasser sollte man unbedingt einen Profi heranziehen!

Um ein erdberührtes Bauteil wie einen Keller wirkungsvoll gegen Nässe von außen – Erdfeuchtigkeit, Sickerwasser, Hangschichten und Stauwasser, Grund- und Hochwasser – zu schützen, dichtet man am besten die Kellerwände auch von außen ab bzw. man imprägniert sie. Meist ist das mit großem Aufwand verbunden, da die Wände dafür von außen zugänglich sein müssen. Beim Neubau sollte schon in der Planungsphase das Thema Außenabdichtung einen sehr hohen Stellenwert haben.

 

Was Sie benötigen

Und so wird’s gemacht

1. Methode zur Abdichtung: Abdichtschlämme

Bei der Abdichtung des Kellers von außen sind Abdicht-Schlämmen geeignet, die je nach Mischungsverhältnis und Konsistenz mit Pinsel oder Deckenbürste aufgestrichen oder mit einer Glättkelle aufgespachtelt werden können. Schlämmen sind mineralische, porenfüllende Bauwerksabdichtungen, die aus einer Kombination ausgesuchter Zemente, Mineralien und abgestimmter Zusätze bestehen. Um einen optimalen Schutz zu erreichen, müssen mehrere Schichten (mindestens drei) aufgetragen werden. Der Vorteil von Abdicht-Schlämmen ist die Kombination von Wasserdichte bei hoher Wasserdampfdurchlässigkeit.

 

2. Methode zur Abdichtung: Bitumen-Schutzanstriche

Auch spezielle Bitumen Schutzanstriche (Bitumendickbeschichtung) können als Schutz gegen Bodenfeuchtigkeit für Kelleraußenwände verwendet werden. Diese dickflüssigen Anstriche werden in zwei Schichten mit einer Bürste aufgetragen, wobei auf eine gute Durchtrocknung der ersten Schicht zu achten ist. Zwischen den beiden Schichten kann zusätzlich ein aus verrottungsbeständigem Material bestehendes Vlies eingebracht werden. Eine weitere Bitumen-Beschichtung stellen die abdichtenden Streichfolien dar, die nach der Trocknung eine flexible und dauerelastische Schutzhaut bilden.

3. Methode zur Abdichtung: Imprägnieren

 

Imprägnieren ist eine Möglichkeit, eine Wand wassserabweisend zu machen. Dabei werden die Baustoffe wie Beton, Putz, Klinker oder Mauerwerk an der Oberfläche mit dem Imprägniermittel getränkt. Die Imprägnierung zieht in die Poren ein und bildet eine wasserabweisende Schicht.

 

So kann kein Wasser in die Bausubstanz eindringen und Schäden verursachen. Imprägnierungen werden mit einer Deckenbürste oder einer Gartenspritze aufgetragen. Je nach Saugkraft des Untergrundes müssen mehrere Aufträge erfolgen.

ohne und mit Imprägnierung
ohne und mit Imprägnierung
Auftrag mittels Gartenspritze
Auftrag mittels Gartenspritze
imprägniertes Ziegelmauerwerk
imprägniertes Ziegelmauerwerk

Um Mörtel oder Beton direkt bei der Erstverarbeitung im Außenbereich wasserdicht zu machen, kann diesen ein Additiv zugesetzt werden, das diesen Materialien die erforderliche Wasserdichte verleiht.

Bei nassen Wänden durch aufsteigende Feuchtigkeit hilft meist nur noch der Einsatz eines Profis, der mittels Sperrschichten – die horizontal ins Mauerwerk eingebaut werden – das weitere Aufsteigen unterbindet. Bei diesen sogenannten Horizontalsperren werden Dichtungsmaterialien nachträglich in die Mauer eingearbeitet oder es werden per Injektion Silikonharz oder Paraffin in die Mauer eingebracht. Wichtig ist vor solchen aufwendigen Maßnahmen, dass die Diagnose zweifelsfrei feststeht.

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Markus (Henkelhaus-Team), 12-10-11 15:49:
Hallo Egon,

Sie sagen: "Bei der Bitumen-Dickbeschichtung müsste ich wohl vorher eine glatte Oberfläche herstellen, was bei der Abdichtschlämme automatisch geschieht – deshalb erscheint mir die Schlämmenlösung plus Hartschaumplatten geeigneter – Ist das so?"

Ja, das würde ich Ihnen auch empfehlen. Also erst die Wand mit der Ceresit Abdichtschlämme verputzen und dann die Fläche mit einer Bitumen-Dickbeschichtung streichen. Darauf dann mit Bitumen die Perimeterdämmung aufbringen. Dann eine Drainagematte davor und etwas Kies – fertig!

Viele Grüße
Egon Kutz, 12-10-11 09:45:
Ich möchte eine alte Kellerwand aus Stampfbeton von aussen abdichten. Bei der Bitumen-Dickbeschichtung müsste ich wohl voher eine glatte Oberfläche herstellen, was bei der Abdichtschlämme automatisch geschieht - deshalb erscheint mir die Schlämmenlösung plus Hartschaumplatten geeigneter - Ist das so?

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