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Laminat – Das Grundwissen

Unter Laminat versteht man grundsätzlich einen dreischichtig aufgebauten Bodenbelag. Die oberste Schicht besteht aus einem Dekorpapier mit einer Deckschicht (Overlay).

Mit Hilfe des Dekorpapieres können heute nahezu alle Oberflächen detailgetreu imitiert werden. Die eigentliche Nutzschicht ist das Overlay, das aus widerstandsfähigem Melaminharz besteht.

Die mittlere Schicht ist die Trägerplatte, die aus einem Holzwerkstoff besteht. Meistens werden mitteldichte oder hochdichte Faserplatten (MDF/ HDF) verwendet. Die unterste Schicht ist der Gegenzug. Er dient der zusätzlichen Stabilisierung und besteht meist aus einer weiteren harzverpressten Schicht.

Behandlung des Laminats

 

Holz und Holzwerkstoffe quellen und schwinden bei Feuchtigkeitswechseln. Das Verlegematerial sollte deswegen unbedingt verpackt im Verlegeraum nach Herstellerangaben gelagert werden, damit es sich akklimatisiert und so die Formstabilität gesichert ist. Dafür sollten etwa 48 Stunden eingeplant werden.

 

Vor- und Nachteile von Laminat

 

Bevor man sich für einen neuen Bodenbelag entscheidet, sollte klar sein, welche Ansprüche man an ihn stellt. Um hier eine Entscheidungshilfe zu geben, sind nachfolgend Vor- und Nachteile aufgezählt:

 

Vorteile:

 

  • Laminat ist enorm strapazierfähig. Bei der Beurteilung kann man sich unter anderem an der Abriebzahl orientieren. Sie ist ein wichtiger Bestandteil bei der Festlegung von Beanspruchungsklassen, welche den Einsatzbereich eines Laminatbodens kennzeichnen.
  • Laminat ist sehr unempfindlich gegen Flecken. Von der porenfreien, d.h. geschlossenen Oberfläche können Flecken jederzeit problemlos entfernt werden.
  • Laminat zeichnet sich durch eine sehr gute Lichtechtheit aus. "Stufe 6 nach Blauskala" besagt, dass der Boden seine Farbechtheit auch bei intensiver Sonneneinstrahlung weitgehend behält.
  • Laminat hat eine sehr harte Oberfläche und ist damit sehr druckfest, Möbel oder Pfennigabsätze hinterlassen hier keine Abdrücke.
  • Laminat ist hervorragend für Stuhlrollen geeignet.
  • Der Belag kann relativ einfach wieder zurückgebaut werden, der Untergrund wird nicht beschädigt. In Rücksprache mit dem Vermieter ist die Verlegung auch in Mietwohnungen möglich.
  • Es gibt ein schier unübersehbares Angebot an Dekoren.
  • Laminat kann auch vom Heimwerker mühelos verlegt werden.
  • Laminat ist im Vergleich zum Parkett preisgünstig.

 

 

Nachteile:

 

  • Laminat ist feuchtigkeitsempfindlich. Wie jeder Holzwerkstoff quillt Laminat bei längerer Feuchtigkeitseinwirkung. Mit Fugenimprägnierungen und Versiegelungen ist die Quellgefahr zwar minimiert, aber nicht ausgeschlossen. Ist eine Fuge erst mal aufgequollen, muss der Belag meistens komplett aufgenommen werden.
  • Laminat ist stoß- und kratzempfindlich. Fällt eine Schere oder ein anderes schweres oder spitzes Werkzeug auf den Belag, kann das schnell sichtbare Spuren hinterlassen.
  • Laminat ist „hellhörig“. Der Fachmann bezeichnet diese Eigenschaft als Raumschall. Mit Raumschall ist vereinfacht gesagt das Geräusch gemeint, das im Raum wahrgenommen wird, wenn der Boden begangen wird. Je geringer die Masse der Fußbodenkonstruktion, umso größer ist der Raumschall. Da Laminat meistens schwimmend verlegt wird, ist die Masse relativ gering und der Raumschall entsprechend hoch.

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