Ponal Parkett & Laminat Fugen-Leim
- Holzleim für Fertigparkett und Laminatböden
- Für wasserfeste Verleimungen nach DIN EN 204 D 3
- Für sichere und dauerhafte Verbindungen in Nut & Feder
- Lösungsmittelfrei

Als die schwedische Firma Pergo 1977 das Laminat erfand, konnten niemand ahnen, welchen Siegeszug durch die Wohnzimmer dieser Bodenbelag antreten würde. War Laminat damals nur eine strapazierfähige Alternative zum Parkett, ist es heute ein perfekter Bodenbelag, der für fast jeden nur denkbaren Einsatz geeignet ist. Laminate werden heute in vielen Dekoren angeboten, sogar die in Landhausdielen üblichen V-Fugen können beim Laminat inzwischen nachgebildet werden.
Laminat wird meist schwimmend verlegt. „Schwimmend“ bedeutet dabei, dass der Bodenbelag nicht direkt mit dem Untergrund verklebt wird. Entweder werden die Einzelpaneele an Nut und Feder verleimt oder – was heute meistens der Fall ist – ineinander geklickt.
Ganz wichtig: In erster Linie sind die Verlege-Hinweise des jeweiligen Herstellers zu beachten!
Wir zeigen, wie Sie von der Planung bis hin zur eigentlichen Verlegung Ihren neuen Laminat-Belag selbst fertigstellen.
Berechnen Sie zunächst exakt die zu verlegende Fläche. Der einzuplanende Verschnitt beträgt lediglich ca. 5-10%, je nach Raumgeometrie und Dielengröße, da in der Regel das Reststück (mind. 40 cm) einer Reihe gleichzeitig als Anfangsstück der nächsten Reihe dient. Lediglich beim Einpassen der ersten und der letzten Reihe fallen einige Reststücke an.
Eine schwimmende Verlegung kann auf fast jedem Untergrund, auch auf vorhandenen Nutzbelägen erfolgen. Hochflorige Teppichböden müssen entfernt werden. Manche Laminathersteller empfehlen grundsätzlich die Entfernung aller alten Teppiche.
Unebenheiten über 2 mm pro Meter müssen ausgeglichen werden. Ist der Boden trocken, eben, sauber und tragfähig, erfüllt er alle wesentlichen Voraussetzungen.
Bei Estrichen (auch mit Fußbodenheizung) und allen Fliesenbelägen ist eine sogenannte Dampfbremse erforderlich. Sie verhindert, dass etwaige Restfeuchte aus dem Boden nach oben dringt. Hierfür eignet sich am besten eine mindestens 0,2 mm starke PE-Folie. Sie wird ca. 40 cm überlappend verlegt.
In nicht unterkellerten Bereichen reicht die PE-Folie nicht aus. Unter der Wärmedämmung ist statt dessen eine ca. 1,2 mm starke PVC-Folie als Dampfsperre einzusetzen. Alle Folienüberlappungen sind mit einem Klebeband wasserdicht zu verschließen.
Im nächsten Schritt verlegt man eine Trittschalldämmung. Sie ist als Zwischenlage immer erforderlich. Als Dämmunterlagen werden unterschiedliche Materialien angeboten. Die wichtigsten Vertreter sind Schaumfolien aus PE oder PU, Rollenkork, Rippenpappen oder Weichfaserplatten.
Spätestens bei der Auswahl der Trittschalldämmung sollten Sie beachten, dass sich durch die Verlegung eine neue Fußbodenhöhe ergibt. Unter Umständen müssen dann die Türen gekürzt werden. Mieter sollten deswegen ihren Vermieter um Erlaubnis fragen.
Die heute gebräuchlichen Laminatböden mit Klick-System sind besonders leicht zu verlegen. Mit der Klick-Technik können die Dielen leimlos verbunden werden. Ob zusätzlich trotzdem ein Fugenleim verwendet werden kann, sollte der Laminathersteller genau sagen. Die Dielen sind mittlerweile sehr passgenau bearbeitet, so dass Leim unter Umständen nicht mehr dazwischen passt.
Verlegen Sie immer in Längsrichtung – parallel zum Lichteinfall. Die Verlegefläche des Laminats sollte acht bis zehn Meter in der Länge oder Breite nicht überschreiten. Ansonsten muss eine Dehnungsfuge eingeplant werden.


Die erste Dielenreihe wird mit der Nut-Seite an die Wand gelegt. Diese erste Reihe mit den Distanzkeilen längs und quer sorgfältig so verkeilen, dass mindestens 10 mm Abstand zur Wand verbleiben, damit das Material arbeiten kann und kleinere Abweichungen im Wandverlauf ausgeglichen werden.
Die letzte Diele am Ende einer Reihe sollten Sie ausmessen, anzeichnen und passend absägen. Durch Kürzen der ersten Diele können Sie verhindern, dass das Endstück einer Reihe kürzer als 40 cm wird. Mit dem verbleibenden Reststück kann die zweite Reihe beginnen. Sollte dieses Reststück kürzer als 40 cm sein, verwenden Sie die Hälfte einer neuen Diele.
Bei stark unregelmäßigem Wandverlauf übertragen Sie die Wandkontur auf die erste Dielenreihe und sägen diese entsprechend aus. Natürlich trotzdem den Abstand zur Wand von mindestens 10 mm einhalten.
Beim Verlegen mit Leim legen Sie zunächst zwei weitere Reihen „trocken” aus. Danach berechnet man, wie man auf der anderen Seite des Raumes auskommt. Die Paneele der letzten Reihe sollten nicht weniger als 5 cm breit sein, das heißt gegebenenfalls müssen die Paneele der ersten Reihe schmaler geschnitten werden.
Wenn alles sitzt und gefällt, kann man mit dem Verleimen dieser drei Reihen beginnen. Ausreichend Ponal Fugenleim nach Angaben des Belag-Herstellers auftragen und die Dielen dann zusammenfügen.




Es ist darauf zu achten, dass alle Stöße fugenlos zusammenliegen. Mit dem Schlagholz vorsichtig anklopfen.
Bei Laminatbelägen muss beim Zusammenfügen der Dielen der Leim durchgängig austreten. Diesen Leim am besten mit einem Kunststoff-Spachtel sofort nach der Hautbildung abschieben und an- schließend mit einem sauberen, feuchten Lappen nachwischen.
Die jeweiligen Endstücke werden nach dem Einsetzen mit dem Zugeisen fest und dicht angezogen. Die ersten drei verleimten Reihen benötigen zur Verbesserung der Stabilität eine Trockenzeit von ca. 1 Stunde. Nun können Sie Reihe für Reihe problemlos verleimen und verlegen.
Die letzte Diele auf die Vorletzte legen und genau ausrichten. Eine weitere mit der Feder gegen die Wand auflegen (Wandabstand beachten). Anzeichnen, zusägen und mit dem Zugeisen einpassen.
Die Trockenzeit beträgt – falls der Belaghersteller nichts anderes vorgibt – 24 Stunden.
Das Anpassen, Verlegen und der Zuschnitt erfolgen wie bei der Verlegung mit Leim. Sie müssen die Paneele jedoch nur noch ineinanderklicken.
Beachten Sie dabei, dass unterschiedliche Klicksysteme auch unterschiedlich zusammengefügt werden: Bei einigen werden die Dielen schräg eingesetzt und dann heruntergedrückt, bei anderen werden sie flach auf dem Boden ineinander geschoben. Vor allem an den Stirnseiten macht sich dieser Unterschied bemerkbar – wenn auch dort schräg eingesetzt wird, müssen Sie erst alle Dielen einer Reihe an den Stirnseiten zusammenfügen, dann die ganze Reihe auf einmal in die vorhergehende klicken.
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