Während Ein- und Zweischichtparkett vollflächig auf den Untergrund geklebt wird, kann dreischichtiges Parkett sowohl geklebt als auch schwimmend auf einer geeigneten Dämmunterlage verlegt werden. Wie bei Laminat gibt es hier auch schon Typen, die nicht mehr an Nut- und Feder verleimt, sondern nur noch „geklickt“ werden.
Die schwimmende Verlegung unterscheidet sich bei Parkett nicht von der Laminatverlegung. Daher gehen wir nachfolgend ausschließlich auf die vollflächige Verklebung ein.
Was Sie benötigen
- Schlagholz
- Zugeisen
- Zahnspachtel
- Distanzkeile
- Hammer
- Stichsäge
- Kappsäge oder Säge mit Gehrungslehre
- Zollstock
- Bleistift
- Spiritus und Lappen
- Ceresit Haftgrund Extrem
Und so wird’s gemacht
1. Schritt: Material akklimatisieren
Holz und Holzwerkstoffe quellen und schwinden bei Feuchtigkeitsänderungen. Das Verlegematerial muss deswegen im Verlegeraum nach Herstellerangaben gelagert werden, damit es sich akklimatisiert und so die Formstabilität gesichert ist. Dafür sollten etwa 48 Stunden eingeplant werden.
Schritt 2: Die Untergrund-Vorbereitung
Die Untergründe müssen für die vollflächige Verklebung von Parkett so eben wie möglich sein. Daher sind vorher oft Ausgleicharbeiten mit Spachtelmassen nötig.
Grundsätzlich gilt für Klebstoffreste und Untergründe, auf denen ein Bodenausgleich erforderlich ist (etwa keramische Fliesen, Terrazzoböden und Gussasphaltestriche):
Grundreinigen, anschleifen, mit Ceresit Haftgrund Extrem vorstreichen und mit einer geeigneten, selbstverlaufenden Bodenausgleichsmasse wie Ceresit Bodenausgleich 0–20 mm in einer Mindeststärke von 2 mm vollflächig verspachteln.
Alte Nutzbeläge müssen auf jeden Fall entfernt werden. Neue und/oder unbehandelte Untergründe werden durch gründliches Anschleifen und Absaugen von Staub und Trennschichten befreit. Calciumsulfatestriche (Anhydritestriche) sollten Sie grundsätzlich mit einer Schleifmaschine (16er Korn) anschleifen und anschließend gründlich absaugen. Man klebt auf diesen Untergründen ohne Grundierung.
Alte Anstriche befreit man durch gründliches Anschleifen und Absaugen von Staub und Trennschichten. Auch hier wird ohne Grundierung geklebt.
Estriche mit Fußbodenheizung
Die Eignung des jeweiligen Belagtyps hängt von den Empfehlungen des Belag-Herstellers ab. Bei einer neuen Fußbodenheizung ist unbedingt auf die Auf- und Abheizvorschriften des Belag-Herstellers zu achten. Die Oberflächentemperatur sollte 28 °C nicht überschreiten.
Ja! Wir würden Ihnen auf jeden Fall zum Einbau von Dehnungsfugen raten.
Viele Grüße!
Herzlichen Dank
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