
Einen Parkettboden zu versiegeln, lohnt sich vor allem deshalb, weil er anschließend belastbarer ist. Die Versiegelung stellt eine robuste Schutzschicht dar, die Ihr Parkett vor Kratzern schützt und ihm ein längeres Leben beschert.
Parkett versiegeln erfordert mehrere Arbeitsgänge, denn mit einer Schicht alleine werden Sie nicht auskommen. Führen Sie zu Beginn immer erst eine Grundversiegelung durch, damit Sie anschließend die eigentliche Versiegelung vornehmen können. Dabei haben Sie wiederum die Wahl zwischen einer Lack-, Öl- oder Wachsschicht.
Grundsiegel sind als Grundierung vor der eigentlichen Versiegelung zu verstehen: sie heben die holztypische Maserung hervor (man nennt dies „anfeuern“) und neutralisieren im Parkett eventuell vorhandene Stoffe, die sich nicht mit jeder Versiegelung vertragen – wichtig beispielsweise bei Eiche. Grundsiegel sind dazu gedacht, dass sich die Poren des Parketts schließen. Gleichzeitig verhindern sie, dass sich die Holzfarbe verändert, wenn das Decksiegel aufgetragen wird. Grundsiegel trocknen wie die anderen Siegel durch Verdunsten der enthaltenen Lösemittel.
Auf jeden Fall sollten diese Grundsiegel auf das nachfolgende Endsiegel abgestimmt sein. Am besten verwenden Sie Produkte aus einem System des gleichen Herstellers.
Die Ölsiegel härten durch den Luft-Sauerstoff, deshalb sollte man für ausreichende Belüftung sorgen. Es bildet sich ein fester, wasserbeständiger und mechanisch widerstandsfähiger Film. Ölsiegel werden gebrauchsfähig ausgeliefert und sind außerdem leicht zu verarbeiten.
Ölsiegel benötigen in der Regel eine Trockungszeit von mindestens einem Tag, abhängig von den raumklimatischen Bedingungen. Erst nach dem Trocknen findet eine chemische Reaktion, die Polymerisation, statt, die die endgültige Härte herstellt.
Säurehärtende Versiegelungen besitzen eine ausgezeichnete Haftung und bilden außerdem eine extrem harte Oberfläche. Sie benötigen dabei eine nur kurze Trockenzeit von ca. drei Stunden.
Wegen der ständigen Abgabe von Formaldehyd an die Raumluft – auch nach der Erhärtung – wird diese Versiegelung heutzutage jedoch nicht mehr eingesetzt.
Wasserlack ist ein auf Wasser basierendes Versiegelungsmittel. Es enthält nur einen geringen Anteil an Lösemitteln. Wasserlack zeichnet sich durch Schadstoffarmut, Geruchlosigkeit und leichte Verarbeitung aus. Zudem ist er unbrennbar.
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