Wie PVC-Beläge können Teppiche fest verklebt, aber auch leicht wieder lösbar fixiert werden. Dauerhaft verkleben sollte man vor allem dort, wo der Belag hohen Beanspruchungen ausgesetzt ist, beispielsweise im Flur. Die Teppichfixierung kann nahezu auf allen Untergründen eingesetzt werden. Sehr gut geeignet ist sie auf einem nicht saugenden Untergrund wie einem alten PVC-Belag.
Bodenbelagsarbeiten sollten grundsätzlich nicht unter 15 °C Bodentemperatur und über 75% relativer Luftfeuchtigkeit durchgeführt werden. Dabei sind natürlich auch immer die Verlegerichtlinien der Belaghersteller zu beachten. Insbesondere muss der Belag vor der Verlegung ausreichend im Raum akklimatisieren.
1. Methode zum Teppich-Verlegen: Fixierung

Bevor es richtig losgeht, sollte der Untergrund richtig vorbereitet sein. Er muss sauber, rissfrei, fest, trocken und vor allem trennmittelfrei sein. Damit sich das Fugenraster eines alten Fliesenbelages nicht nach ein paar Monaten auf dem Teppich abzeichnet, sollte man Fliesenflächen vorher grundsätzlich mindestens 2 mm dick mit Bodenausgleichsmassen nivellieren.

Ist der Untergrund ein stark saugender Estrich, muss er vor dem Verlegen grundiert werden. Dafür eignet sich Ceresit Lösemittelfreier Tiefgrund.
Alte Nutzbeläge wie Linoleum oder PVC-Beläge müssen fest liegen und sollten vorher grundgereinigt werden. Dafür empfehlen sich spezielle Reiniger wie Sofix Kraftreiniger. Damit lassen sich insbesondere Fett-, Wachs-, Reinigungs- und Pflegemittelrückständen sehr gut entfernen.
Eine Fixierung sollte man nicht auf Parkett oder Laminat, Marmor, Travertin und anderen Natursteinbelägen verwenden. Diese Untergründe können optisch beeinträchtigt werden. Zudem ist von der direkten Verwendung auf Span- oder OSB-Platten abzuraten, wenn die Fixierung später wieder entfernt werden soll. Weil Fixierungen immer mit viel Wasser aufgeweicht werden müssen, ist die Entfernung von Holzuntergründen nicht möglich, ohne sie zu verderben.

Nun geht es an das eigentliche Verlegen: Belag im Raum ausbreiten und grob mit etwa 10 cm Zugabe an jeder Seite zuschneiden. Dann den Teppichboden zur Hälfte zurückschlagen. Achten Sie auf Musterübergänge zu benachbarten Räumen und auf die Laufrichtung, wenn mehrere Bahnen verlegt werden.

Die Haftung fixierter Beläge lässt sich über einen weiten Bereich durch die Auftragsmenge und die Ablüftzeit einstellen. Der Auftrag der Fixierung erfolgt bei Belägen mit glatter Rückseite vorzugsweise mit der Schaumstoffrolle. Bei rückseitig strukturierten Belägen oder Filzrücken sollte je nach Struktur der Zahnspachtel A4 oder A2 verwendet werden.

Dabei trägt man die Fixierung auf und lässt sie nur relativ kurz ablüften, je nach Belagrücken und Auftragsgerät zwischen 10 und 60 Minuten. Anschließend wird der Belag eingelegt und sorgfältig angerieben.
Wasserdampfundurchlässige Beläge können auf dichten Untergründen nur per Haftfixierung verlegt werden. Die Fixierung wird dabei wie üblich mit Rolle oder Spachtel auf den Untergrund aufgebracht. Im Unterschied zur Nassfixierung lässt man die Fixierung aber vollständig ablüften: Bei der Fingerprobe darf keine Fixierung am Finger haften bleiben. Das dauert je nach Auftrag bis zu einer Stunde. Danach wird der Belag eingelegt und sorgfältig angerieben.

Mit der zweiten Hälfte genauso verfahren und zum Schluss den Zuschnitt im Randbereich vornehmen. Knifflig wird’s am Türrahmen. Dort müssen Sie sehr sorgfältig mit einer möglichst scharfen Klinge arbeiten, da hier der Stoß gut sichtbar ist. Überlegen Sie hier jeden Schnitt besonders genau.

Für den perfekten Nahtschnitt lassen Sie die Bahnen überlappen und schneiden beide mit einem Schnitt. Die Cutter-Kant-Schiene verhilft zum perfekten Doppelnahtschnitt. Dann Schnittkanten hochklappen, die Fixierung auftragen und die Teile Stoß an Stoß festdrücken und anreiben.
Teppich wieder aufnehmen
Beim Aufnehmen können sich manche Teppichrücken (Schaum- oder Vliesrücken) spalten. Auf dem Untergrund verbleibende Belagrückstände und Reste der Fixierung lassen sich im Allgemeinen mit warmem Pril-Wasser (1 Tasse auf 10 Liter Wasser), besser noch mit Grundreinigern entfernen (etwa Sofix Kraftreiniger im Ansatz 1:5, bei hartnäckigen Resten bis Ansatz 1:1).

1. Schritt: Untergrund-/Materialvorbereitung
Die Untergründe müssen sauber, eben, rissfrei, fest, trocken und trennmittelfrei sein. Alte Teppiche werden in jedem Fall entfernt. Auch auf alte Klebstoffreste sollte man nicht kleben. In diesem Fall spachtelt man den Boden mit einer Bodenausgleichsmasse, um einen glatten Untergrund für den neuen Belag herzustellen und um den alten Klebstoff abzusperren. Er kann sonst unangenehme Gerüche freisetzen.

Bevor es richtig losgeht, prüfen Sie auch hier die Saugfähigkeit des Untergrundes.
Stark saugende Untergründe wie Zementestriche sollten Sie grundieren. Sehr gut eignet sich dafür Ceresit Lösemittelfreier Tiefgrund. Gussasphaltestriche und nicht saugfähige mineralische Untergründe sollten grundsätzlich mindestens 2 mm (Gussasphaltestriche aber maximal 5 mm!) gespachtelt werden. Dafür kann man Ceresit 0-20 mm Bodenausgleich einsetzen. Vergessen Sie vor allem bei dicken Spachtelschichten ab etwa 3 mm nicht das Setzen von Estrichrandstreifen.

Zunächst wird der Teppich im Raum ausgelegt und grob mit etwa 10 cm Zugabe an jeder Seite zugeschnitten. Dann den Belag zur Hälfte zurückschlagen.
Mit einem Zahnspachtel trägt man den Klebstoff gleichmäßig auf den Untergrund auf. Die Größe der Zahnung hängt von der Rückenstruktur des Belags ab. Je gröber die Rückenstruktur, desto gröber wird der Zahnspachtel gewählt. Denken Sie daran: Je gröber die Zahnung, desto mehr Klebstoff wird auch verbraucht. Auch die Struktur des Untergrundes beeinflusst den Verbrauch deutlich.
Wasserdampfdurchlässige Beläge wie Teppiche mit Vliesrücken werden nach einer Ablüftezeit von 5 bis 10 Minuten ohne Lufteinschlüsse in das noch nasse Klebstoffbett gelegt und gut angerieben. Vor dem Einlegen dichter, undurchlässiger Beläge lässt man etwas länger ablüften, etwa 10 bis 15 Minuten.
Mit der zweiten Hälfte wird wieder genauso verfahren. An Türen und Übergängen sollten Sie besondere Sorgfalt walten lassen und jeden Schnitt doppelt überlegen. Schließlich sind das die augenfälligsten Stellen. Saubere Übergänge zu anderen Bodenbelägen schaffen Sie, indem Sie spezielle Teppich- oder Übergangsschienen setzen.
Üblicherweise werden dabei gewalzte Metallschienen auf den Untergrund geschraubt oder geklebt.
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