Diese Seite drucken  Diese Seite bewerten Diese Seite kommentieren

Bodenbelag mit Glasmosaikeinlegern verzieren

Einleger aus Glasmosaik verlegen

Durch Beschädigung oder Abnutzung entstandene Macken oder Sprünge im Fliesenbelag können gute Gründe sein, einzelne Fliesen auf dem Boden auszutauschen. Zuweilen will man damit aber auch einfach nur neue Akzente im Bodenbelag setzen.

 

Als dekorativer Ersatz für eine oder mehrere alte Fliesen bieten sich Einleger aus Glasmosaik an, die sich für viele Gestaltungsvarianten eignen. Sie sind recht einfach an die Größe der Grundfliesen anzupassen und geben einem Raum ein neues Erscheinungsbild. Zahlreiche Variationen in Mustern und Farben erlauben es, für jede Bodenfliese passende Glasmosaik-Dekorstücke zu finden.

 

Glasmosaiksteine sind auf einer Trägerschicht fixiert, so dass die Mosaiksteine nicht einzeln auf dem Boden verklebt werden müssen. Diese Trägerschicht ist entweder eine Netzmatte, auf der die Steinchen mit ihrer Rückseite kleben, oder eine Klebefolie auf der Vorderseite (diese Variante nennt man „kopfgeklebt“). Zum Anpassen auf die gewünschte Größe genügt beim Glasmosaik eine Schere, mit der man die Trägerschicht oder die Klebefolie durchschneidet.

 

Vor dem Einsetzen des Glasmosaiks-Einlegers steht zuerst einmal das Entfernen der (beschädigten) Fliesen an. Anschließend wird der Einleger angepasst, mit Fliesenkleber verklebt und anschließend mit Fugenmörtel verfugt. Übrigens lassen sich mit Hilfe mehrerer Einleger auch Tiermotive oder andere komplexe Muster im Bad verlegen.

Werkzeuge und Hilfsmittel

Schutzbrille
Mini-Bohrmaschine
Elektroschaber
Klebeband
Zahnspachtel
Fliesenkreuze
Waschbrett mit Waschboy
Schwammbrett
Haushaltsschwamm

     

  • Hammer und Meißel
  • Fugenkratzer
  • Diamant-Fräskopf
  •  

Und so wird’s gemacht

1. Schritt: Fuge und alte Fliesen entfernen

 

Wichtig: Bei diesem Arbeitsgang sollten Sie unbedingt ein Schutzbrille tragen, damit kleine abspringende Teilchen nicht im Gesicht landen und schlimmstenfalls eine Augenverletzung zur Folge haben.

 

Im ersten Schritt muss der Fugenmörtel rund um die alte Fliese entfernt werden. Dies geht am besten mit einem Fugenkratzer, mit dem Sie die Fuge rings um die Fliese bearbeiten. Sie können auch eine kleine Bohrmaschine benutzen, die die Fuge mit einem speziellen Diamantfräskopf ausräumt. Beachten Sie bei der Verwendung von derartigem Werkzeug nur, dass die angrenzende Fliese nicht beschädigt wird oder springt. Welches Werkzeug Sie nutzen, können Sie danach entscheiden, ob Sie nur eine defekte Fliese austauschen möchten (dafür würde der Fugenkratzer ausreichen) oder eine Vielzahl von Fliesen ersetzen möchten (da wäre eine elektrische Hilfe angemessen).

 

Ist die Fuge geöffnet, bohren Sie als Ansatzpunkt ein Loch in die alte Fliese oder fräsen einen kleinen Einschnitt hinein. Dann tragen Sie die Fliese mit Hammer und Meißel ab. Arbeiten Sie dabei von der Fuge aus zur Mitte hin. Ist die Verbindung zu den Fugen unterbrochen, kann der Rest der Fliese ohne Gefahr für benachbarte Fliesen einfach entfernt werden.

 

Der Untergrund für das Glasmosaik muss vollständig von altem Fliesenkleber befreit werden, sonst scheint dieser später unschön durch das Mosaik. Hilfreich ist dabei ein Elektroschaber, der die Kleberreste gründlich entfernt und im Idealfall einen ebenen Untergrund hinterlässt. Zum Schutz der umliegenden Fliesen werden diese mit einem Klebeband sorgfältig abgeklebt.

 

Schadhafte Fliese auf dem Boden
Schadhafte Bodenfliese
Kaputte Fliese mit Hammer und Meißel entfernen
Kaputte Fliese entfernen
Fliesenkleber mit Zahnspachtel verteilen
Fliesenkleber verteilen

2. Schritt: Fliesenkleber auftragen

 

Mit dem Zahnspachtel bringen Sie nun den Fliesenkleber auf den Boden auf. Verwenden Sie zum Verlegen von Glasmosaik den passenden Fliesenkleber. Geeignet ist ein spezieller weißer, verfärbungsfreier Fliesenkleber für Natursteine, beispielsweise Ceresit Naturstein Fliesenkleber spezial flexibel.

 

Dann tragen Sie den Fliesenkleber auf das Glasmosaik auf, achten Sie dabei auf eine volle Benetzung der Rückseite. Sobald eine homogene Schicht des Natursteinklebers auf der gesamten Fläche verteilt ist, wird das Glasmosaik mit leichtem Druck aufgeklebt bzw. vollflächig ins Kleberbett gedrückt, so dass keine Hohlräume oder Blasen zwischen dem Glasmosaik und dem Untergrund entstehen.

 

Tragen Sie den Fliesenkleber möglichst exakt auf, zu dicke Kleberschichten sorgen dafür, dass der Kleber aus den zahlreichen Fugen des Mosaiks herausquillt – ihn dort wieder auszukratzen, ist eine ausgesprochen undankbare Aufgabe. Sollte trotzdem ein wenig Fliesenkleber herausquellen, entfernen Sie ihn vorsichtig (das geht gut mit einem abgebrochenen und zugeschnittenen Zollstock, ebenso mit einem Fleischspieß oder Zahnstocher) und reinigen die Fläche mit einem feuchten Schwamm nach

 

Beim Verlegen mehrerer Glasmosaike verwenden Sie für den korrekten Abstand zwischen den einzelnen Matten Fliesenkreuze, um ein gleichmäßiges Fliesenbild zu erhalten. Wenn Sie die Position einer Glasmosaik-Matte korrigieren, achten Sie darauf, diese immer nur zu ziehen und nicht zu schieben, sonst können sich die kleinen Glassteinchen gegeneinander schieben, die Fugen in der Matte werden gestaucht und damit unregelmäßig.

3. Schritt: Fugenmörtel einbringen

 

Bei der Kalkulation der Fliesenmörtelmenge für ein Glasmosaik beachten Sie bitte, dass hier wegen der kleinen Formate mehr Fugenfläche vorhanden ist. Warten Sie auch auf jeden Fall die Trocknungszeit des Fliesenklebers ab, bevor Sie mit dem Verfugen beginnen. Gerade bei Glasmosaik, das auf der Vorderseite verklebt wurde, können sich sonst kleine Glasmosaiksteinchen nach Abziehen der Trägerschicht aus dem Kleberbett lösen. Wie schon beim Fliesenkleber sollte man auch beim Fugenmörtel darauf achten, ein spezielles verfärbungsfreies Produkt zu verwenden, zum Beispiel den Ceresit Naturstein-Fugenmörtel spezial.

 

Ist der Fliesenkleber vollständig abgetrocknet, können Sie mit dem Verfugen beginnen. Fugenmörtel wird immer diagonal zum Fugenraster eingeschlämmt. Ob Sie schon mit dem Nachwaschen der Mörtelreste beginnen können (nach ca. 15 Minuten), verrät die Wischprobe. Zu langes Warten erschwert den Abwaschvorgang. Zum Egalisieren der Fugen und Abwaschen des Mörtels haben sich das Schwammbrett oder ein Waschboy mit Waschbrett bewährt.

 

Für die Endreinigung verwenden Sie einen feuchten Haushaltsschwamm und polieren abschließend mit einem trockenen, weichen Tuch kräftig nach.

Produktempfehlung

Ceresit Naturstein spezial flexibel Fliesenkleber

  • Profi-Qualität: weiß und flexibel
  • Ausgleichen und kleben bis 15 mm
  • ca. 30 Min. korrigierbar
  • Nach 3 Stunden begehbar
  • Extrem leichte Verarbeitung
  • Wasserfest, frostsicher
  • Für Fußbodenheizung geeignet
  • Für Fliesenformate bis 45 x 45 cm
  • an Wand und Boden
  • für innen und außen
  • Farbton: weiß

Hier finden Sie interessante Anwendungsvideos:
Naturstein Fliesenkleber spezial flexibel
Fliesen legen mit Ceresit Fliesenkleber

Ceresit Naturstein Spezial Fugenmörtel

  • hochwertiger Fugenmörtel zum Natursteine Verfugen, wie z.B. von Marmor, Granit
  • trocknet ohne Randverfärbung
  • für 0-8 mm Fugenbreite
  • frostbeständig und wasserfest
  • nach 3 Stunden begehbar
  • für Fußbodenheizung geeignet
  • optimal geeignet zum Glasmosaik/Mosaikfliesen verfugen
  • für Wand und Boden
  • für innen und außen

Wir würden uns freuen, wenn Sie diese Seite bewerten möchten:

Übermittlung Ihrer Stimme...
Bewertungen: 4.0 von 5. 7 Stimme(n).
Klicken Sie auf den Bewertungsbalken, um diesen Artikel zu bewerten.

keine Kommentare vorhanden

Kommentar hinzufügen



Hinweis: Ihre E-Mail-Adresse wird anderen Nutzern nicht angezeigt






Bitte beachten Sie unsere Hinweise zu Kommentaren im Henkelhaus!

Die Felder, die mit einem Stern (*) markiert sind, müssen ausgefüllt werden!