Den Raummittelpunkt aus Symmetriegründen durch zwei Diagonalen bestimmen: Linie 1 parallel zur langen Wand durch den Mittelpunkt. Linie 2 rechtwinklig zu Linie 1 ebenfalls durch den Mittelpunkt.
Fliesen von der Mitte aus exakt lose auf Linie 1 und 2 auslegen, soweit ganze Platten gelegt werden können. Fugenabstand beachten. Eine diagonale Verlegelinie anzeichnen und mit weiteren Fliesen und Fliesenkreuzen auslegen. Wenn alles passt, einen Anfangspunkt mit Klebeband markieren und die losen Fliesen einsammeln.
Klebemörtel für die erste Fliesenreihe auftragen und die Fliesen einlegen. Dann erfolgt die weitere Verlegung in der entgegengesetzten Richtung. Zugeschnittene Fliesen im Randbereich erst nach dem Trocknen des Klebers verlegen.
Voraussetzung ist, dass der Untergrund/Estrich fest und tragfähig ist. Daneben muss die Restfeuchte unter 2% liegen.
Folgende Varianten wären dann möglich.
Variante 1:
1. Alles lose entfernen, Untergrund reinigen
2. Grundieren Sie die Fläche dünn mit Ceresit lösemittelfreier Tiefgrund
3. Verkleben Sie die Fliesen mit Ceresit Hochflexibler Fliesenkleber oder Ceresit Microgranulat Fliesenkleber. Die Verfugung kann mit Ceresit Hochflexibler Fugenmörtel 2-15 mm erfolgen.
Variante 2:
Möchten Sie eine zusätzliche Abdichtung einbringen, gehen Sie wie folgt vor:
1. Wieder alles lose entfernen und den Untergrund reinigen
2. Fläche dünn grundieren mit Ceresit lösemittelfreier Tiefgrund
3. Abdichten des direkten Spritzwasserbereichs mit Ceresit Balkon- und Terrassen-Abdichtung in Kombination mit dem Ceresit Abdicht-Band.
4. Nach der Trocknung kann die Fliesenverlegung erfolgen mit dem Ceresit Hochflexibler Fliesenkleber. Für die Verfugung empfehlen wir dann den Ceresit Hochflexibler Fugenmörtel 2-15 mm.
Für die Anschluss- und Dehnungsfugen empfehlen wir Ihnen Ceresit Bau Silikon. Bei Naturstein verwenden Sie bitte Ceresit Naturstein-Silikon.
Auf was man noch achten muss:
- Wichtig ist, bei der Verlegung im Außenbereich / in der Garage / bei größeren Fliesenformaten auf eine hohlraumfreie Verlegung zu achten. Oft ist es daher wichtig, auch die Plattenrückseite (kombiniertes Klebeverfahren), vor dem Einlegen/Einschieben ins Klebebett, mit dem Kleber zu benetzen, um Unebenheiten und Passungenauigkeiten der Fliese oder des Untergrundes auszugleichen.
- Boden und Wandflächen nicht einspannen. Möglichst eine 5 mm Bewegungsfuge lassen.
- Die Fugen sollten nicht kleiner als 2,5 mm sein, um kleinere Maßtoleranzen der Fliese ausgleichen zu können. Für die Verfugung immer einen hoch kunststoffvergüteten Fugenmörtel verwenden (z.B. Ceresit Hochflexibler Fugenmörtel 2-15 mm).
- Nach 1 -2 Jahren ist es empfehlenswert, die Fugen zu Imprägnieren (beispielsweise mit Ceresit Balkonimprägnierung).
- Wählen Sie die richtige Zahnung entsprechend Ihrer Fliese und dem Untergrund aus. In einer Garage ist dies in der Regel eine 10er Zahnung.
dann versuche ich mal Ihre Frage zu beantworten: Welchen Abstand sollten man beim Bodenfliesen verlegen einhalten?
Ich würde Ihnen eine Fuge zwischen 3-5 mm empfehlen.
Begründung:
- Maßtoleranzen der Fliesen können besser ausgeglichen werden
- Schwierigkeiten beim Verlegen, Fliesen laufen z.B. aus der Spur, können mit breiteren Fugen ein wenig aufgefangen werden
- Bei einer Fuge zwischen 3-5 mm kann der Fugenmörtel eine gute Festigkeit (Korngerüst) erreichen
- Im Reparaturfall lassen sich bei dieser Fugenbreite die Fliesen besser austauschen
Fugen können aber auch als gestalterisches Element wirken. Daher ist die Fugenbreite aber auch immer eine gewisse Geschmackssache.
Viele Grüße
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