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Bodenfliesen

Der erste Schritt vor dem Verlegen von Bodenfliesen ist die Wahl der Fliesenart und der Fliesengröße. Beides richtet sich nicht nur nach dem eigenen Geschmack, sondern auch nach den zu erwartenden Belastungen bzw. der Beanspruchung.

 

Mit der Entscheidung für große oder kleine Fliesen kann man die optische Raumwirkung beeinflussen. Obwohl man es zunächst nicht glauben würde: Große Bodenfliesen lassen kleine Räume größer wirken! Das hängt mit den Fugen zusammen. Für kleine Räume sollte man also Formate von beispielsweise 30 x 30 cm verwenden. Große Räume hingegen sind hier weniger kritisch und lassen mehr Spielraum.

Und so wird's gemacht

Vor dem Beginn der Verlegearbeiten müssen Sie die Untergrundbeschaffenheit prüfen: Wichtig für ein dauerhaftes Ergebnis ist, ob Untergrund vor dem Fliesen grundiert werden muss. Stark saugende Untergründe mit einem lösemittelfreien Tiefgrund wie Ceresit Lösemittelfreiem Tiefgrund streichen und so grundieren. Fliesen, alte festsitzende Farbanstriche, OSB oder Spanplatten werden mit einem speziellen Haftgrund gestrichen bzw. grundiert, etwa Ceresit Haftgrund Extrem.

Orientierungslinien aufzeichnen

Zunächst Orientierungslinien aufzeichnen. Dies geschieht parallel zur längsten Wand im Abstand einer Fliesenreihe plus Dehnungsfuge (ca. 10 mm). Die erste Reihe lose auslegen, um Abweichungen im Farbverlauf korrigieren zu können. Die zweite Linie wie abgebildet rechtwinklig zur ersten Linie ziehen.

 

Bodenfliesen entlang der zweiten Linie auslegen. Bei Abweichungen im Wandverlauf kann notfalls Reihe eins verschoben werden, um später kleine Zuschnitte zu vermeiden. Klebemörtel für beide Reihen auftragen und Fliesen einlegen. Danach Kleber immer abschnittsweise auftragen und aus dem Raum heraus arbeiten.


Fliesen diagonal verlegen

 

Den Raummittelpunkt aus Symmetriegründen durch zwei Diagonalen bestimmen: Linie 1 parallel zur langen Wand durch den Mittelpunkt. Linie 2 rechtwinklig zu Linie 1 ebenfalls durch den Mittelpunkt.

 

Fliesen von der Mitte aus exakt lose auf Linie 1 und 2 auslegen, soweit ganze Platten gelegt werden können. Fugenabstand beachten. Eine diagonale Verlegelinie anzeichnen und mit weiteren Fliesen und Fliesenkreuzen auslegen. Wenn alles passt, einen Anfangspunkt mit Klebeband markieren und die losen Fliesen einsammeln.

 

Klebemörtel für die erste Fliesenreihe auftragen und die Fliesen einlegen. Dann erfolgt die weitere Verlegung in der entgegengesetzten Richtung. Zugeschnittene Fliesen im Randbereich erst nach dem Trocknen des Klebers verlegen.

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Markus (Henkelhaus-Team), 04-11-11 14:14:
Hallo Werner,

Voraussetzung ist, dass der Untergrund/Estrich fest und tragfähig ist. Daneben muss die Restfeuchte unter 2% liegen.
Folgende Varianten wären dann möglich.

Variante 1:
1. Alles lose entfernen, Untergrund reinigen
2. Grundieren Sie die Fläche dünn mit Ceresit lösemittelfreier Tiefgrund
3. Verkleben Sie die Fliesen mit Ceresit Hochflexibler Fliesenkleber oder Ceresit Microgranulat Fliesenkleber. Die Verfugung kann mit Ceresit Hochflexibler Fugenmörtel 2-15 mm erfolgen.

Variante 2:
Möchten Sie eine zusätzliche Abdichtung einbringen, gehen Sie wie folgt vor:

1. Wieder alles lose entfernen und den Untergrund reinigen
2. Fläche dünn grundieren mit Ceresit lösemittelfreier Tiefgrund
3. Abdichten des direkten Spritzwasserbereichs mit Ceresit Balkon- und Terrassen-Abdichtung in Kombination mit dem Ceresit Abdicht-Band.
4. Nach der Trocknung kann die Fliesenverlegung erfolgen mit dem Ceresit Hochflexibler Fliesenkleber. Für die Verfugung empfehlen wir dann den Ceresit Hochflexibler Fugenmörtel 2-15 mm.

Für die Anschluss- und Dehnungsfugen empfehlen wir Ihnen Ceresit Bau Silikon. Bei Naturstein verwenden Sie bitte Ceresit Naturstein-Silikon.

Auf was man noch achten muss:

- Wichtig ist, bei der Verlegung im Außenbereich / in der Garage / bei größeren Fliesenformaten auf eine hohlraumfreie Verlegung zu achten. Oft ist es daher wichtig, auch die Plattenrückseite (kombiniertes Klebeverfahren), vor dem Einlegen/Einschieben ins Klebebett, mit dem Kleber zu benetzen, um Unebenheiten und Passungenauigkeiten der Fliese oder des Untergrundes auszugleichen.

- Boden und Wandflächen nicht einspannen. Möglichst eine 5 mm Bewegungsfuge lassen.

- Die Fugen sollten nicht kleiner als 2,5 mm sein, um kleinere Maßtoleranzen der Fliese ausgleichen zu können. Für die Verfugung immer einen hoch kunststoffvergüteten Fugenmörtel verwenden (z.B. Ceresit Hochflexibler Fugenmörtel 2-15 mm).

- Nach 1 -2 Jahren ist es empfehlenswert, die Fugen zu Imprägnieren (beispielsweise mit Ceresit Balkonimprägnierung).

- Wählen Sie die richtige Zahnung entsprechend Ihrer Fliese und dem Untergrund aus. In einer Garage ist dies in der Regel eine 10er Zahnung.
Werner, 03-11-11 19:08:
Möchte auf neuen Estrich in meiner Garage ca. 4x6 m Fliesen legen. Der Estrich ist ca. 6 Monate alt. Auto wiegt ca. 1700 kg. Frage: Welchen Kleber verwendet man dazu, und wie gross solte der Zahnspachtel sein?
Markus (Henkelhaus-Team), 20-04-11 10:17:
Hallo Thomas,

dann versuche ich mal Ihre Frage zu beantworten: Welchen Abstand sollten man beim Bodenfliesen verlegen einhalten?

Ich würde Ihnen eine Fuge zwischen 3-5 mm empfehlen.

Begründung:
- Maßtoleranzen der Fliesen können besser ausgeglichen werden
- Schwierigkeiten beim Verlegen, Fliesen laufen z.B. aus der Spur, können mit breiteren Fugen ein wenig aufgefangen werden
- Bei einer Fuge zwischen 3-5 mm kann der Fugenmörtel eine gute Festigkeit (Korngerüst) erreichen
- Im Reparaturfall lassen sich bei dieser Fugenbreite die Fliesen besser austauschen

Fugen können aber auch als gestalterisches Element wirken. Daher ist die Fugenbreite aber auch immer eine gewisse Geschmackssache.

Viele Grüße
Thomas, 20-04-11 02:28:
ACHTUNG, dieser Kommentar ist als FRAGE zu verstehen!. Welchen Abstand sollten man beim Bodenfliesen verlegt einhalten? Ich habe die Meinung, bei 30x30 großen Fliesen den Abstand mit 1mm, für den besten Abstand als Sinnvoll. Begründung: gerade wenn man eine diagonale Verlegung in Betracht zieht ist es doch besser das man sowenig wie möglich den Verlauf der Fuge erkennt? Oder liege ich mit dieser Meinung eventuell nicht richtig. Für eine Antwort wäre ich sehr dankbar, vielleicht hätten Sie noch einige Tip's für mich parat. Mfg Thomas.
Klaus Oberle, 04-03-11 13:42:
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