Andere Zeiten, andere Designtrends – braune, orangefarbene oder rosa Fliesen im Badezimmer trafen den Geschmack der 60er und 70er Jahre. Sie sind noch heute in vielen Badezimmern und Küchen aus dieser Zeit zu finden. Hartnäckige Nostalgiker finden das schön. Für alle anderen stellt sich die Frage: Zähneknirschend mit diesen Farben leben oder bei einer Totalsanierung eine Menge Schmutz und Anstrengung riskieren? Keins von beidem – wir zeigen eine dritte Möglichkeit.
Fliesenlack lautet das Zauberwort. Dieser lässt nach wenigen Arbeitsschritten das Bad oder die Küche in neuem Glanz erstrahlen. Der Lack besteht aus zwei Komponenten: dem Fliesengrund, wie etwa Ceresit Lösemittelfreier Tiefgrund, und dem eigentlichen Fliesenlack. Die Grundierung wirkt als Haftvermittler zwischen den glatten Fliesen und dem Fliesenlack. Ohne die Grundierung würde der Lack nur unzureichend auf der Fliesenoberfläche halten und könnte schon beim alltäglichen Reinigen der Fliesen nach und nach abgetragen werden.
Beachten Sie bei der Anwendung unbedingt die Empfehlung der Hersteller, ggf. treten Sie zur Klärung offener Fragen mit dem Hersteller in Kontakt.
1. Schritt: Vorarbeiten
Ehe Sie zur Lackierrolle greifen, sollten Sie zunächst die Oberfläche der Fliesen gründlich reinigen. Die Fliesen müssen frei von Kalkablagerungen oder Fett sein, damit der Lack optimal haftet. Ebenfalls gilt es, auf Silikonreste zu achten und bei dieser Gelegenheit gleich in die Jahre gekomme Silikonfugen zu erneuern.
Schneiden Sie dazu die alten Silikonfugen mit dem Cutter heraus und entfernen die Silikonreste mit einem Silikonreiniger.
Nach der Reinigung erfolgt das Abkleben der zu lackierenden Fläche sowie des davor liegenden Fußbodens. Der Lack lässt sich wegen seiner guten Haftwirkung selbst mit Lösemittel schlecht entfernen. Daher sind Handschuhe und Arbeitskleidung ratsam.
2. Schritt: Grundieren
Sind die Vorbereitungen abgeschlossen, so beginnt die eigentliche Lackierarbeit. Die Grundierung, wie Ceresit Lösemittelfreier Tiefgrund, besteht meist aus zwei Komponenten, welche in der Lackschale angemischt werden.
Die Grundierung wird anschließend mit der Schaumstoffrolle gleichmäßig aufgetragen. Bei schwer zugänglichen Stellen können Sie einen Pinsel zur Hilfe nehmen. Versuchen Sie jedoch soweit wie möglich ohne ihn auszukommen, denn mit der Rolle schaffen Sie eine gleichmäßigere Beschichtung. Sie ist später die Voraussetzung für ein optimales Endergebnis. Nach dem Auftragen der Grundierung lassen Sie diese etwa 24 Stunden aushärten, bevor der Fliesenlack aufgetragen wird. Achten Sie während und nach den Lackierarbeiten unbedingt auf eine ausreichende Belüftung des Raumes.
3. Schritt: Fliesenlack aufbringen
Nach dem Aushärten der Grundierung geht es an das Auftragen des Fliesenlacks. Ähnlich wie bei der Grundierung kommt auch hier meist ein Zwei-Komponenten-Lack zum Einsatz. Dieser wird im angegebenen Verhältnis angerührt und anschließend mit der Lackierrolle auf die grundierten Fliesen aufgetragen. Auch hier sollten Sie nur bei schlecht zugänglichen Stellen wie etwa tieferen Fugen zum Pinsel greifen. Nach 24 Stunden ist auch der Fliesenlack gehärtet, und Sie können sich an das Verfugen machen. Im Badezimmer eignet sich hierfür besonders die schimmelhemmende Silikonfuge Sista Schimmel Blocker.
Abschließend entfernen Sie das Maler-Krepp sowie die Schutzfolie und können sich über Ihr frisch saniertes Bad in aktuellem Design freuen.
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Ceresit Lösemittelfreier Tiefgrund
- universelle Grundierung vor der Aufbringung neuer Fliesen, Putze, Bodenausgleichsmassen, Anstriche u.v.m
- feuchtigkeitsperrende - geruchsarme Grundierung
- um Wand und Boden zu versiegeln
- hohe Ergiebigkeit, verbessert die Haftung
- Grundierung für innen und außen
Sista Schimmel Blocker Aktiv-Silikon
- Neutralvernetzendes Silikon
- Elatischer, pilzhemmender Dichtstoff
- Heißwasserbeständig und abriebfest
- Sichere Haftung ohne Voranstrich (Primer) auf: Fliesen, Acrylwannen, Sanitärkeramik, Kunststoff, Glas, Emaille, Aluminium
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da haben Sie Recht. Die Entscheidung, Fliesen zu lackieren, sollte wohl überlegt sein. Eventuelle Unklarheiten oder Fragen sollten im Vorfeld unbedingt geklärt werden.
diese Frage sollten Sie eigentlich besser einen Lack- / Farben-Hersteller stellen.
Da wir keine Farben und Lacke herstellen, kann unsere Empfehlung hier nur sehr allgemein sein.
Leider habe ich schlechte Nachrichten für Sie: ohne Beschädigung der Oberfläche, läßt sich ein Lack/Anstrich in der Regel nicht mehr entfernen.
Die einzige Möglichkeit zur großflächigen Entfernung (neben der mechanischen Entfernung, z.B. Abfräsen) stellt der Einsatz eines Abbeizmittels dar. Es handelt sich dabei um eine aggressive Lösemittelkombination, die die Klebstoffschicht auflösen kann. Da man eine Beschädigung bzw. optische Veränderung des unter Umständen empfindlichen Untergrundes nicht ausschließen kann, sind Vorversuche, d.h. Abbeizproben an einer verdeckten Stelle, unerlässlich.
Aufgrund der enthaltenen Lösemittel weisen wir auf eine gute Durchlüftung während der Arbeit mit diesen Produkten hin. Bitte beachten Sie unbedingt die entsprechenden Sicherheitshinweise des Herstellers.
Abbeizmittel (auch Abbeizer) sind chemische Verbindungen, mit deren Hilfe alte Farbanstriche und Lacke (z. B. auf Holz) entfernt werden können. Der Prozess wird als "Abbeizen" bezeichnet. Sie können in flüssiger Form oder auch Gelform vorliegen, um ein leichteres Auftragen zu ermöglichen. Das Abbeizmittel muss eine gewisse Zeit einwirken (bei schnellen Abbeizmitteln etwa eine Stunde) bevor der gelöste Lack mit einem Spachtel und Wasser entfernt werden kann.
Tipp: Manchmal kann auch ein starker Backofenreiniger helfen.
Ich hoffe, ich konnte zumindest informativ weiterhelfen.
Viele Grüße
ich würde Ihnen vom Streichen von Bodenfliesen abraten.
Wie Sie schon selber geschrieben haben, liegt das Hauptproblem in der Abriebfestigkeit der Beschichtung. Und die ist bei einer Farbe nun mal in der Regel nicht sehr hoch.
Natürlich hängt die Langlebigkeit auch davon ab, ob die Fläche mit Schuhen betreten wird oder ob es sich um Bodenfliesen im Badezimmer handelt, die gewöhnlich nur barfuß bzw. mit Strümpfen begangen werden.
Ich hoffe, ich konnte Ihnen mit diesem Rat weiterhelfen.
Viele Grüße
leider habe ich schlechte Nachrichten für Sie: ohne Beschädigung der Oberfläche lässt sich ein Lack/Anstrich in der Regel nicht mehr entfernen.
Die einzige Möglichkeit zur großflächigen Entfernung (neben der mechanischen Entfernung, z.B. durch Abfräsen) stellt der Einsatz eines Abbeizmittels (z.B. Molto Abbeizer Gel oder ähnliches) dar. Es handelt sich dabei um eine aggressive Lösemittelkombination, die die Klebstoffschicht auflösen kann. Da man eine Beschädigung bzw. optische Veränderung des unter Umständen empfindlichen Untergrundes nicht ausschließen kann, sind Vorversuche, d.h. Abbeizproben an einer verdeckten Stelle unerlässlich.
Aufgrund der enthaltenen Lösemittel sollten Sie auf eine gute Durchlüftung während der Arbeit mit diesen Produkten achten. Bitte beachten Sie unbedingt die entsprechenden Sicherheitshinweise des Herstellers.
Abbeizmittel (auch Abbeizer genannt) sind chemische Verbindungen, mit deren Hilfe alte Farbanstriche und Lacke (z. B. auf Holz) entfernt werden können. Der Prozess wird als "Abbeizen" bezeichnet. Abbeizer können in flüssiger Form oder auch in Gelform vorliegen, um ein leichteres Auftragen zu ermöglichen. Das Abbeizmittel muss eine gewisse Zeit einwirken (bei schnellen Abbeizmitteln etwa eine Stunde) bevor der gelöste Lack mit einem Spachtel und Wasser entfernt werden kann.
Ich hoffe, dass Ihnen diese Infos weiterhelfen.
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