Das Verlegen von Fliesen setzt einige Grundkenntnisse voraus, die Sie haben sollten, bevor Ihr Projekt beginnen kann. Dazu gehören vor allem das Zuschneiden der Fliesen und die symmetrische Gestaltung der Fliesen. Erlernen Sie nun also hier das Basiswissen eines echten Heimwerkers.
Teil 1: Fliesen schneiden
Hier wird Ihnen zunächst gezeigt, wie Sie selbst die Fliesen zuschneiden. Durch moderne Hochleistungsprodukte mit sehr guten Verarbeitungseigenschaften und hilfreichen Profi-Werkzeugen gelingen Heimwerkern beim Fliesenlegen exzellente Ergebnisse. Sogar Ecken und Kanten, Wasser- und Türanschlüsse sind damit kein Problem.
Was Sie benötigen









Und so wird’s gemacht
Schritt 1: Zuschneiden der Fliesen



Für gerade Schnitte beim "Fliesen Schneiden" empfehlen wir Ihnen, unbedingt eine Schneidemaschine zu benutzen. Denn damit geht’s am leichtesten: Maschine auf das entsprechende Maß einstellen, Fliese einlegen und auf der Glasurseite anritzen.
Nun können Sie mit der integrierten Brechvorrichtung die Fliese brechen. Die Wahl des richtigen Werkzeuges ist beim Fliesen schneiden mitentscheidend, wie sauber und zügig Sie vorankommen. Das Ergebnis ist ein sauberer Schnitt in kürzester Zeit.



Eine preiswerte Alternative zur Schneidemaschine ist die Fliesenzange. Auch ein Winkelschleifer, bestückt mit einer Diamant-Trennscheibe, leistet gute Arbeit. Vergessen Sie nicht, die Trennlinie vorher mit Klebeband zu bekleben.
Solche Aussparungen sind leicht zu bewerkstelligen: Mit der Fliesenzange, die oben wie ein „Papageienschnabel“ geformt ist, die Aussparung mit Gefühl vorsichtig „ausknabbern“.



Wenn Ihnen Wasseranschlüsse oder ähnliches in die Quere kommen, ist das A und O: Genau ausmessen und sorgfältig auf die Fliese übertragen und anzeichnen. Muss man in der Fliese für ein Loch Platz schaffen, z.B. für einen Sanitäranschluss, haben Sie mehrere Möglichkeiten.
Mit dem Lochbohreraufsatz für die Fliesenschneidemaschine gehen Sie besonders schonend vor. Im Handel ist auch dieses Fliesenlochgerät erhältlich. Die Fliese wird eingespannt und in der Mitte des Rings mit dem Fliesenhammer durchlöchert. Die Öffnung lässt sich danach mit Fliesenhammer oder einer Fliesenzange erweitern.
Teil 2: Aufteilung der Fliesen
Das menschliche Auge und Formempfinden haben so ihre Vorlieben. Eine der ausgeprägtesten ist der Sinn für Symmetrie, also die gleichmäßige und harmonische Aufteilung von Flächen.
Vor allem bei der Raumgestaltung mit Fliesen sind Symmetrie und Gradlinigkeit das Maß aller Dinge. Lernen Sie von den Profis, wie man ein ästhetisches, ausgewogenes Gesamtbild erzielt.



Im Wandbereich: Auf der Mitte der Wand fällen wir das Lot, an dem sich die Fliesen ausrichten. Randfliesen sollten übrigens mindestens eine halbe Fliesenbreite haben.
Auch an Mauerkanten und Pfeilern ist die Sache einfacher, als sie zunächst aussieht: Man beginnt an der Außenkante mit einer ganzen Fliese. Anschnitte kommen in die Ecke. Fertig.
Bei Nischen und Vorsprüngen gibt es zwei Methoden: Entweder wird die Fläche so eingeteilt, dass gleichbreite Anschnitte an den Seiten sind, oder aber, die Anschnittreihe wird - wie hier gezeigt - symmetrisch auf Mitte gesetzt.



Bei gleichgroßen Fliesen an Wand und Boden werden die Bodenfugen genau nach dem Fugenverlauf der Wand ausgerichtet. Wenn die Höhe nicht festgelegt ist, beginnen Sie unten mit ganzen Fliesen und vermeiden Sie so Anschnitte (unten immer Platz für Bodenfliesen lassen). Bei vorgegebener Höhe oben mit einer ganzen Fliese beginnen. Passstücke werden in der unteren Reihe "versteckt".
Bei angrenzenden Räumen auf durchgehenden Fugenverlauf achten. Dehnungsfugen kommen genau unter das Türblatt.



Tipp:
Für den krönenden Abschluss empfiehlt sich eventuell eine Reihe schmaler, farblich kontrastierender Fliesen (Bordüre). Eine weitere gestalterische Alternative: im Fliesenfeld ein oder zwei Bordüren-Reihen einsetzen. Auf großen Flächen können auflockernde Deko-Fliesen reizvoll sein.