Abgesehen von Sonderfällen, bieten sich derzeit drei Verfahren für das Verlegen von Natursteinen an:
Lesen Sie hier, welche Methode welche Vorteile mit sich bringt.
Ausgangssituation: Der Estrich ist bereits eingebaut
Dieses Verlegeverfahren setzt saubere, gerade und ebene Untergründe und kalibrierte Fliesen voraus. Im Gegensatz zum Dick- und Mittelbettverfahren lässt sich kein Höhenausgleich durch das Eindrücken ins Mörtelbett erzielen.
Für das Dünnbettverfahren können Dispersions-, Pulver- und Zwei-Komponenten- Epoxydharzkleber verwendet werden. Diese Kleber sollten speziell für Marmorsorten geeignet sein, schnell abbinden, und sie sollten vergütet werden. Bei hellen Marmorsorten ist es sinnvoll, die Rückseite vor dem Verlegen mit einem speziellen Dichtschlamm zu schützen.
Der Auftrag des Klebers erfolgt mit einer Zahnkelle. Der gebrauchsfertig angemischte Kleber wird auf eine Teilfläche (meistens 1 bis 1,5 m²) aufgezogen und gleichmäßig durchkämmt. Dabei bestimmt zum einen die Zahnung und zum anderen der Haltewinkel der Zahnkelle den Mengenauftrag pro m². Die Zahnung muss zum verwendeten Kleber und zur Struktur der Fliesenrückseite passen (Herstelleranweisungen beachten!). Die Fliesen werden dann mit einer leicht drehenden Bewegung in das frische Kleberbett gedrückt und exakt ausgerichtet.
Die modernen Kleber bieten eine so hohe Anfangshaftung, dass an der Wand ein Abrutschen nicht zu befürchten ist. Wer unsicher ist, kann Fliesenlegerkreuze verwenden, um ein gleichmäßiges Fugenbild zu erhalten.
Vorteile:
Nachteile:
Ausgangssituation: Der Estrich ist bereits eingebaut
Dieses Verfahren stellt eine Kombination von Dick- und Dünnbetttechnik dar und wird hauptsächlich bei der frostfesten Verlegung von Fliesen im Freien oder zum Ausgleichen unterschiedlicher Plattenstärken und Estrich-Unebenheiten verwendet.
Sie ziehen wie bei der Dünnbettmethode den Klebemörtel auf den Boden auf und durchkämmen die Schicht. Sie müssen dafür allerdings spezielle Klebemörtel und eine gröbere Zahnung verwenden.
Zusätzlich zum Auftrag auf den Untergrund gibt man eine etwa 1 cm dicke Kleberschicht auf die Rückseite der Fliese. Sinn dieser doppelten Schicht ist es, eine vollflächige Haftung am Boden zu erzielen. Das Verfahren wird deshalb auch Buttering-Floating-Verfahren genannt. Außerdem werden Hohlräume vermieden, in denen sich Wasser sammeln kann. Mit modernen Fließbettmörteln kann dies übrigen auch ohne den doppelten Arbeitsschritt erreicht werden.
Vorteile gegenüber Dünnbettverlegung:
Nachteile:
Verlegung im Dickbett
Ausgangssituation: Der Estrich ist noch nicht vorhanden, und die Belagskonstruktion soll in einem Arbeitsgang hergestellt werden
Die klassische Verlegemethode von Natursteinen ist das Ansetzen im Dickbett. In der Regel ist dieses Verfahren nur vom Fachmann auszuführen. Der Vorteil der Dickbettverlegung liegt darin, Unebenheiten im Untergrund ausgleichen zu können. Sie setzt einen haftfähigen Untergrund voraus.
Saugende Untergründe werden vorgenässt oder mit geeigneten Produkten vorbehandelt. Vor dem Verlegen taucht man die Fliesen kurz in sauberes Wasser und trägt dann rückseitig mit einer Kelle den Verlegemörtel etwa 2,5 cm dick auf. Die Kanten werden ringsum mit der Kelle angeschrägt. Auf diese Weise entsteht der nötige Verdrängungsraum für das Andrücken und Ausrichten der einzelnen Fliesen. Sie werden mit dem Hammerstiel angeklopft. Das Abbinden nimmt etwa einen Tag in Anspruch.
Vorteile gegenüber der Mittel- und Dünnbettverlegung:
Nachteile:
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