Um Fliesen aus Natursteinen zu verlegen, benötigen Sie die gleichen Werkzeuge wie beim Verlegen herkömmlicher Fliesen. So machen sich beispielsweise auch hier beim Anlegen eines gleichmäßigen Fliesenbilds Fliesenkreuze nützlich.

Fliesenlegerecken
Sie werden auch Fliesenecken oder Fliesenhexe genannt. Sie bestehen aus zwei kleinen Ecken (etwa 5 cm² groß), zwischen denen eine Gummischnur angebracht ist. Nach dem Verlegen der äußersten Fliesen einer Fliesenreihe werden daran die Ecken angebracht. Die dazwischen gespannte Gummischnur dient nun zum Ausrichten der weiteren Fliesen dieser Reihe.

Fliesenkreuze
Sie werden auch Fugenkreuze oder Fliesenabstandhalter genannt. Um einen gleichmäßig perfekten Fliesenspiegel zu erreichen, sind Fliesenkreuze sehr hilfreich. Sie bestehen aus Kunststoff und werden an jede neu verlegte Fliese angelegt. Dadurch werden immer gleichmäßige Fugenbreiten erzielt. Fugenkreuze gibt es für unterschiedliche Fugenbreiten, die je nach Fliesengröße oder Einsatzort (Boden oder Wand) variieren. Im Durchschnitt werden Wandfliesen mit einem Abstand von 2 bis 4 mm verklebt. Bodenfliesen hingegen mit einem Abstand von 5 bis 8 mm.

Kelle
Die Kelle wird auch als Maurerkelle oder Traufel bezeichnet. Kellen erhalten Sie in dreieckiger oder viereckiger Ausführung. Mit ihr können kleinere Mengen von Fliesenkleber auf die Rückseite einzelner Fliesen aufgebracht werden, um eine zweischichtige Verklebung zu erreichen.

Zahnkelle mit verschiedenen Zahnungen
Um den Fliesenmörtel oder Fliesenkleber schnell, gleichmäßig und großflächig zu verteilen, werden größere rechteckige Kellen verwendet. Sie haben zumeist einen Griff aus Holz, und die Kellenfläche ist bei hochwertigen Exemplaren austauschbar, so dass mehrere Zahnungen verwendet werden können. Abhängig von der Fliesengröße und dem verwendeten Kleber verwendet man unterschiedliche Zahnungen – bei kleineren Fliesen kleinere Zahnungen, bei größeren Fliesen größere Zahnungen. Ein schneller Auftrag des Klebers ist wichtig, damit er nicht zu schnell vor dem Einbringen der Fliesen antrocknet.

Schwammbrett
Beim Verfugen von Natursteinfliesen wird überschüssiger Fugenmörtel von der Fliesenoberfläche mit dem Schwammbrett (auch Fliesenwaschbrett, Fliesenschwamm) entfernt. Sobald die Fugenmasse zu trocknen beginnt, kann man sie damit rasch aufnehmen. Schwammbretter gibt es mit unterschiedlichen Kunstschwämmen: grobporige, offenporige und mittelporige. Auch in anderen Heimwerkerbereichen macht sich das Schwammbrett nützlich, beispielsweise bei der Wandgestaltung mit verschiedene Wischtechniken und beim Verputzen.

Waschbrett mit Waschboy
Beim Waschboy handelt es sich um einen speziellen rechteckigen Eimer, auf dem Waschwalzen angebracht sind. Damit lässt sich das Waschbrett oder Schwammbrett einfach und schnell reinigen – das erspart Zeit und Mühe. Mit dem Waschboy wird ein Waschbrett geliefert, das eine gerasterte Schwammfläche besitzt und so den Fugenmörtel besser aufnimmt.

Glättcutter
Mit diesem Silikon-Fugenabzieher (auch Fugenglätter, Silikonglätter) wird die Kartuschenspitze/Silikonspitze passend zur Fugenbreite schräg abgeschnitten. Nach dem Einbringen des Silikons lässt sich überschüssiges Material mit dem Glättcutter entfernen und die Silikonfuge glattstreichen, so dass ein perfektes Fugenbild entsteht.

Kartuschenpistole
Um Abdichtstoffe wie Silikon in Kartuschen verwenden zu können, benötigt man eine Kartuschenpistole (auch Kartuschenpresse oder Dosierpistole). Die Kartusche wird in die Pistole eingesetzt, der Kartuschenboden wird dann über eine Hebelbetätigung mit einer Stange nach oben gedrückt, so dass der Inhalt aus der Kartuschendüse austritt. So lassen sich Dichtstoffe gut dosieren und gleichmäßig in eine Fuge einbringen.

Gummiwischer
Bei Fliesenarbeiten wird der Gummiwischer (auch Wassserschieber, Bodenabzieher, Rakel) genutzt, um die Fugenmasse in die Fugen zwischen den Fliesen einzubringen. Man schüttet etwas Fugenmörtel auf den Boden, verteilt ihn mit dem Wischer diagonal zum Fugenraster und arbeitet ihn so in die Fugen ein. Bei Reinigungsarbeiten lässt sich mit einem Abzieher auf glatten Böden überschüssiges Wasser in einen Abfluss schieben.
Trennschleifer/Winkelschleifer
Ein Winkelschleifer ist ein Multifunktionswerkzeug, denn er kann sowohl zum Schleifen als auch zum Trennen von Materialien benutzt werden. Der Winkelschleifer wird auch Flex oder Trennschleifer genannt. Im Gegensatz zu anderen Schleifmaschinen verfügt der Winkelschleifer über flexible Arbeitsscheiben, die nicht starr am Gerät angebracht sind. Je nach Material (Fliesen, Naturstein, Metall usw.) kann man andere Trennscheiben am Gerät befestigen, um einen idealen Schnitt hinzubekommen. Gerade bei Ausklinkungen z.B. von Ecken ist solch ein Gerät eine große Hilfe.
Achtung: Zum Schleifen gibt es spezielle Scheiben.
Nassschneider
Das Angebot an Fliesen (Feinsteinzeug, Steingut, Glasfliesen, Glasmosaik, Cotto usw.) und Naturstein (Marmor, Granit, Travertin, Quarzit, Schiefer usw.) wird am Markt immer größer.
Die meisten Fliesen bis ca. 1 cm Stärke, kann man noch gut mit einem Fliesenschneider schneiden. Jedoch schon bei bestimmten Feinsteinzeugsorten oder dicken Spaltplatten oder Naturstein wird das schneiden problematisch. Will man z.B. schmale Streifen aus Naturstein schneiden oder eine Ecke ausklinken, geht es fast nur noch mit einem Nassschneider / einer Steinschneidemaschine. Es gibt den Nassschneider / die Steinschneidemaschine in verschiedensten Größen, zum recht unterschiedlichen Preis und in unterschiedlicher Qualität.
Tipp: Nassschneider können Sie aber auch mieten, z.B. im Baumarkt oder Baumachinenverleih.
Fliesenschneider
Dünne Natursteinplatten bis ca. 1 cm können in der Regel auch mit einem Fliesenschneider geschnitten werden. Wobei mit einem Fliesenschneider streng genommen gar nicht geschnitten, sondern eher geritzt und dann gebrochen wird. Mechanische Fliesenschneider nutzen hier nämlich die Sprödigkeit des Materials für den Schnitt.
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