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Wandfliesen

Wandfliesen sind nicht nur in Bad oder Küche ein idealer Belag. Sie sind pflegeleicht und können stilvolle Blickfänge im ganzen Haus darstellen Aber vor allem ist das Fliesen von Wänden leicht selbst durchzuführen: Sie müssen nur einige Regeln beachten, und schon haben Sie das Wandfliesen sicher im Griff.

 

Damit Sie das Wandfliesen leicht nachvollziehen können, zeigen wir Ihnen an dieser Stelle Schritt für Schritt die nötigen Arbeitsgänge. Die Verlegung erfolgt ohne vorhergehende Abdichtung, also so, wie sie an Wandflächen im Wohnräumen ausgeführt wird.

 

Was Sie benötigen

 

Die Kleber

 

 

 

Die Werkzeuge

 

Und so wird’s gemacht

 

1. Schritt: Wandfläche aufteilen

 

Eine waagerechte Linie in 1 m Höhe ziehen. Alle bauüblichen Maße sind auf den so genannten „Meterriss“ abgestimmt. Dies gewährleistet eine ausgewogene Fliesenaufteilung. Auf diesem Meterriss die Verteilung der Wandfliesen festlegen und im Randbereich markieren. An dieser Stelle ein Lot fällen und eine senkrechte Linie anzeichnen.

 

Zunächst oberhalb der waagerechten Linie Kleber auftragen. Ab der zweiten Reihe jeweils zunächst links und rechts eine Wandfliese setzen und zur Orientierung Fliesenecken und eine Richtschnur befestigen.

Zuerst verlegt man die gesamte Fläche oberhalb des Risses, dann fährt man unterhalb davon fort.


Aus optischen Gründen kann es je nach Raumsituation auch sinnvoll sein, andere markante Orientierungspunkte wie die Oberkante der Badewanne, Vorwandinstallationswände, Duschtassen, etc. als Grundlinie zu übernehmen, um so mit einer ganzen Wandfliese beginnen zu können.

 

2. Schritt: Untergrund prüfen

 

 

Prüfen Sie, ob der Untergrund grundiert werden muss. Stark saugende Untergründe mit einem lösemittelfreien Tiefgrund wie Ceresit Lösemittelfreiem Tiefgrund streichen und so grundieren. Fliesen, alte festsitzende Farbanstriche, OSB oder Spanplatten werden mit einem speziellen Haftgrund gestrichen bzw. grundiert, etwa Ceresit Haftgrund Extrem.

 

3. Schritt: Wand verfliesen

 

Den mit dem Rührquirl angesetzten Fliesenkleber mit der glatten Seite der Zahnkelle auf den Untergrund und auf die Fliesenunterseite auftragen (Buttering-Floating-Verfahren). Grenzt die Verlegefläche an einen Wandabschnitt ohne Fliesen, markiert man die Fläche mit einem Klebeband und trägt den Fliesenkleber bis an oder leicht über das Klebeband auf.

 

Jetzt den aufgetragenen Kleber mit der gezahnten Seite der Kelle durchkämmen. Die Zahnung muss der Fliesengröße und dem Untergrund entsprechen. Immer nur so viel Kleber aufbringen, wie in 30 Minuten verarbeitet werden kann. Eck- und Anschlussfugen für die spätere dauerelastische Abdichtung aussparen.


Nach der ersten Fliese setzen Sie zunächst die letzte Fliese in der Reihe. Nun Fliesenlegerecken links außen und rechts außen anbringen – daran wird die gespannte Gummischnur (als Richtschnur!) befestigt.

 

So kommen Sie zum besten Ergebnis: Beim Einsetzen jeder Fliese immer ganz in der Ecke (fugenlos) ansetzen, Fliese kurz andrücken und nun ein paar Millimeter (Fugenbreite!) „abwärts“ in die endgültige Position schieben.

 

Immer wieder den exakten Verlauf mit Wasserwaage und Aluschiene (Richtlatte) kontrollieren. Fugenkreuze sorgen für stets gleichmäßig breite Abstände – die Kreuze nach ca. 60 Minuten wieder entfernen.

 

Wird um Außenecken gefliest oder muss eine sichtbare Kante sauber abgeschlossen werden, kommt ein Randleistenprofil zum Zuge: Die Leiste wird einfach vor dem Einlegen der letzten Fliese in den Kleber gedrückt.

 

Hat der Kleber spürbar angezogen (nach ca. 60 Minuten), werden die Fliesen-, Eck- und Anschlussfugen durch Auskratzen mit einem Holz von störenden Kleberresten befreit. Nach 24 Stunden kann verfugt werden.

 

Wichtig beim Fliesen von Wänden

 

In den Anschlussecken, also Wand-Wand und Wand-Boden, immer eine kleine Fuge (3-5 mm) lassen. Diese wird nach dem Verfugen mit einem geeigneten Silikon ausgespritzt und dient dazu, später auftretende Spannungen aufzunehmen.

 

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