Zementfliesen liegen wieder im Trend! Die Zementfliese, auch Terazzoplatte genannt, gilt in der Boden- und Wandgestaltung schon fast als historischer Baustoff.
Ihre Wurzeln hat die Terazzoplatte vermutlich in der Antike. Doch Anfang des letzten Jahrhunderts – ca. 1880 bis 1950 – war sie auch in Deutschland weit verbreitet. Die deutschen Baumeister aus der Zeit des Jugendstils und der Gründerzeit verwendeten den Baustoff oft und gerne. Aktuell werden Zementfliesen in Neubauten wieder häufiger eingesetzt; aber auch bei der Sanierung und Renovierung historischer Bausubstanz.
Zementfliesen sind keine keramischen Fliesen, sondern gepresste, einzeln handgearbeitete Fliesen aus Zement. Die Oberfläche von Zementfliesen bleibt leicht porös, da der Zement nicht bis zur Sinterung (Verschwimmen der Oberfläche) gebrannt wird, sondern lediglich mit dem Anmachwasser abbindet.
Es gibt sie einfarbig, mit Motiven und auch mit Metalleinlegern. Durch die handwerkliche Fertigung wirken Zementfliesen nicht so gleichförmig wie typische Fabrikware und erhalten dadurch ihren unverwechselbaren Charme. Bei Zementfliesen mit Motiven sind die Übergänge zwischen den Farbfeldern weich, und das Farbenspiel ist natürlich – es entsteht ein lebendiger Eindruck in der verlegten Fläche.
Farbunterschiede, Formunterschiede und kleine Beschädigungen an Kanten ud Ecken sind der Materialart und dem Produktionsprozess geschuldet, auch sie verleihen den Böden ihre typische Lebendigkeit.
Wichtig: Zementfliesen sind nicht frostbeständig und daher nur für den Innenbereich geeignet!
Wichtig: Für Böden mit Fußbodenheizung sind Zementfliesen nur dann geeignet, wenn der Boden gleichmäßig und mit niedriger Wassertemperatur (22-28 °C) geheizt wird. Die Leitungen der Fußbodenheizung sollten engmaschig und mindestens 5 cm tief unter den Fliesen verlegt sein. Zu große Temperaturschwankungen des Bodens sollte man vermeiden, da sonst Risse in den Fliesen entstehen können.
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