Metylan Ovalit P
- Sehr hohe Klebkraft
- Hohe Füllkraft
- Auftrag mit Zahnspachtel oder Streichroller
Inzwischen etwas aus der Mode gekommen sind Styroporplatten oder Styroportapeten, die in den späten 60er Jahren gerne zur Schall- und Wärmedämmung als Deckenverkleidung, Wandverkleidung, zur Dämmung hinter den Heizkörpern und in ausgebauten Dachböden verwendet wurden.
In Mietwohnungen möchte man großen Aufwand beim Renovieren meist vermeiden, die Verkleidung aus Styropor bzw. Polystyrolschaum oder die Dämmtapeten also an der Wand lassen. Gleichzeitig sollen die Wände mit Tapeten neu gestaltet werden. Problematisch hierbei: Styropor ist kein tapezierfähiger, saugfähiger Untergrund, daher muss vor dem Tapezieren ein Haftvermittler aufgebracht werden, eine Grundierung reicht nicht aus.
Überdenken Sie vor dem Beginn der Vorbereitungs- und Tapezierarbeiten, das Styropor brennbar ist: Es entspricht der Baustoffklasse B1 (schwer brennbar), beispielsweise im Gegensatz zur Steinwolle, die mit Bausstoffklasse A1 als nicht brennbar eingestuft wird.
Überprüfen Sie die Beschaffenheit der Wände (vor allem von Außenwänden oder von Wänden zu unbeheizten Räumen) hinter der Dämmschicht. Durch Bildung von Kondenswasser aufgrund des Temperaturunterschieds kann sich hinter der Dämmung leicht Schimmel gebildet haben, da Styropor die entstandene Feuchtigkeit absperrt und nicht abtrocknen lässt. Durch die dünneren Dämmstofftapeten entsteht meist keine Schimmelgefahr, überzeugen Sie sich jedoch auch in diesem Falle besser vor Beginn der Arbeiten, um keine teuren Überraschungen zu erleben.
Streichen Sie mit einer Bürste oder Farbwalze eine Mischung aus Metylan Ovalit P und 20% Wasser als Haftbrücke auf das Styropor oder die Dämmstofftapete.
Nun bringen Sie eine Rollenmakulatur (eine unbedruckte Tapete als „Untertapete“) mit Metylan spezial und 15% Metylan Ovalit T auf. Das ist notwendig, damit sich die Nähte der eigentlichen Tapete durch die Trocknungsspannung nicht öffnen. Möchten Sie eine Vliestapete als abschließende Tapete verarbeiten, so können Sie auf die Makulatur verzichten, da Vliestapeten dimensionsstabil sind – sie schrumpfen oder dehnen sich nicht.
Nach ausreichender Trocknungszeit können sie jetzt Ihre Wunschtapete mit dem dafür empfohlenen Kleister verarbeiten.
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viele Fragen, die ohne vor Ort zu sein jedoch schwierig zu beantworten sind.
Sie sagen: "Das Problem ist jetzt, dass im Wohnzimmer sich schmale Spalten gebildet haben zwischen den Tapeten. Im Flur hat sich sogar die Tapete und das Papier auf dem Styropor komplett entfernt. Bin am Verzweifeln. Wie kann ich die Spalten am besten entfernen, ohne dass ich komplett neu tapezieren muss?"
Versuchen die Spalten mit Sista Wand Acryl oder mit Metylan Klebe Spachtel für Zierprofile beizumachen und dann die gesamte Fläche streichen.
"Was kann ich im Flur machen?"
Sie können versuchen, die Kartonage mit Hilfe von Ovalit B wieder auf das Styropor zu kleben.
"Wie kann ich am Besten auf Styropor tapezieren?"
Styropor ist ein nicht saugender Untergrund und deshalb für Tapezierarbeiten normalerweise nicht geeignet. Ein Grundieren bringt daher keine Abhilfe. Um in der Praxis dennoch zu einem zufriedenstellenden Ergebnis zu kommen, empfehlen wir auf Styroportapeten oder Dämmstoffen folgendes:
1. Streichen einer Haftbrücke bestehend aus Metylan Ovalit P + 20% Wasser. Lassen Sie die Fläche trocknen
2. Tapezieren einer Rollenmakulatur mit Metylan spezial + 15% Metylan Ovalit T (notwendig, damit sich die Nähte der nachfolgenden Tapete durch die Trocknungsspannung nicht öffnen)
3. Tapezieren Sie dann die eigentliche Tapete mit dem jeweils empfohlenen Kleister
Diese Vorgehensweise funktioniert bei allen dampfdurchlässigen Tapetenarten, d.h. außer Vinyltapeten. Einfacher wird's, wenn eine dimensionsstabile Vliestapete (verarbeitbar in Wandklebetechnik) geklebt wird. Dann kann Schritt 2 weggelassen werden.
Eine andere, etwas weniger aufwendige Methode zur Überarbeitung sind sogenannte Renoviervliese, die mit einem gefüllten Dispersionskleber (Styroporkleber Metylan Assil P oder Metylan Ovalit P) aufgeklebt werden. Dazu wird der Klebstoff mit einem Zahnspachtel C1 nach der Reinigung auf den Untergrund aufgetragen, das Renoviervlies eingelegt und anschließend mit einem Tapezierspachtel so angedrückt, dass sich der Kleber gleichmäßig verteilt und eine plane Fläche entsteht. Nach der Trocknung kann hier wieder übertapeziert oder überstrichen werden. Siehe auch http://www.henkelhaus.de/heimwerker_und_renovierung/richtig_tapezieren/das_renoviervlies/index.html
Ich hoffe, ich konnte Ihnen damit weiterhelfen!
ich habe beim Tapezieren Dämmtapete benutzt. Nachdem Trocknen kam eine Vliestapete drauf.
Das Problem ist jetzt, dass im Wohnzimmer sich schmale Spalten gebildet haben zwischen den Tapten.
Im Flur hat sich sogar die Tapete und das Papier auf dem Styropor komplett entfernt.
Bin am Verzweifeln. Wie kann ich die Spalten am besten entfernen, ohne dass ich komplett neu tapezieren muss?
Was kann ich im Flur machen? Wie kann ich am Besten auf Styropor tapezieren?
Freundliche Grüße
Tenzile Baris
ja, der Untergrund muss vor jedem Tapezieren vorbereitet werden. Das ist ganz wichtig!
Tapezierfähige Untergünde müssen stets sauber, trocken, tragfähig, fettfrei und fest sein. Der Kleber sollte daher gründlich entfernt werden.
Bei bestimmten Wandbelägen sollte der Untergrund zusätzlich glatt sein - da sich jede Unebenheit abzeichnet.
Die Lösung für das Tapezieren kritischer und/oder nicht saugfähiger Untergründe sind Sanier- und Renoviervliese. Hier finden Sie eine detaillierte Anleitung zum empfohlenen Vorgehen: http://www.henkelhaus.de/heimwerker_und_renovierung/richtig_tapezieren/das_renoviervlies/index.html
Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen. Viele Grüße!
ich habe das Problem, dass die alte Styroportapete entfernt ist und jetzt der Kleber noch auf dem Untergrund (Gipskarton) sitzt.
Kann ich ohne weiteres über den Kleber tapezieren oder muss der Untergrund vorbereitet werden?
Vielen Dank für einen Tipp!
anaesdoc
eine 100% verlässliche Aussage ist hier schwer zu geben, da wir das Produkt nicht kennen. Genauere Angaben kann somit nur der Hersteller des Produktes machen.
Laut technischem Merkblatt des Produktes handelt es sich um einen Dispersionskleber. Problem: die meisten Dispersionskleber verschlechtern die Saugfähigkeit des Untergrundes bzw. sperren diesen sogar ab. Um hier Klarheit zu haben, ist es erst einmal notwendig, den Untergrund auf Saugfähigkeit zu prüfen.
Benetzen Sie hierzu den Untergrund/die zu verklebende Stelle etwas mit Wasser.
- Zieht das Wasser langsam ein, ist alles OK.
- Zieht das Wasser schnell ein (Untergrund wird schnell dunkel) muss grundiert/vorgekleistert werden, wie oben beschrieben.
- Das Wasser perlt einfach ab, z.B. auf Dispersionsspachtelmassen, auf alten Latex- oder Ölanstrichen oder auf Kunststoff-Rollladenkästen. Hier muss erst wieder ein saugfähiger Untergrund hergestellt werden. Am besten ist hier die Überarbeitung der Fläche mit einem sogenannten Renoviervlies, das mit einem gefüllten Dispersionskleber (Styroporkleber Metylan Ovalit P, müsste aber auch mit dem genannten Produkt HS-Kleber gehen) aufgeklebt werden. Dazu wird der Klebstoff mit einem Zahnspachtel C1 nach der Reinigung auf den Untergrund aufgetragen, das Renoviervlies eingelegt und anschließend mit einem Tapezierspachtel so angedrückt, dass sich der Kleber gleichmäßig verteilt und eine plane Fläche entsteht. Nach der Trocknung kann hier wieder ganz normal übertapeziert oder überstrichen werden.
Mehr Infos dazu: http://www.henkelhaus.de/heimwerker_und_renovierung/richtig_tapezieren/das_renoviervlies/index.html
Wenn direkt auf einen dispersionsgespachtelten Untergrund eine Tapete aufgebracht werden soll (Grundvoraussetzung: das Wasser zieht zumindest langsam ein), dann empfiehlt man generell, dampfdiffusionsoffene Tapeten oder Beläge zu verwenden. Hintergrund ist, dass so noch die Möglichkeit besteht, dass Feuchtigkeit aus dem Untergrund in den Raum entweichen kann. Dampfdiffusionsoffene Tapeten sind z.B. Vliestapeten, normale Papiertapeten und Rauhfaser. Auf keinen Fall sollten Sie Vinyltapeten verwenden. Als Kleister empfiehlt sich bei den oben genannten dampfdiffusionsoffenen Tapeten dann Metylan spezial + 20% Metylan Ovalit T.
Ich würde generell zu der Variante Renoviervlies raten.
Ich hoffe, ich konnte Ihnen damit weiterhelfen.
Nun soll eine schwere Tapete mit Henkel
Metylan-Tapetenkleister gklebt werden.
Ist die Vorbereitung richtig?Und der
Metylan Spezialkleber aus reichend?
mfg
Günter Teichmann
und ich werde exakt danach arbeiten.
Danke!
Mit freundlichem Gruß
Heinz-werner Rühl
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