Den Kleister mit der Kleisterbürste gleichmäßig und vollflächig auf die Tapetenrückseite auftragen. Ein praktischer Helfer ist hier auch ein Tapeziergerät, dessen Anschaffung sich für Vieltapezierer sicherlich lohnt.
Zum gleichmäßigen Durchweichen die eingekleisterten Bahnen so zusammenlegen, dass das oben anzusetzende Stück etwa 2/3 und das untere 1/3 umgeschlagen wird. Knicke in den zusammengelegten Bahnlaschen sind zu vermeiden. Bei leichten Papierqualitäten sollte man die Unterkante ca. 3 cm breit umlegen, damit das geweichte Papier beim späteren Abziehen des unteren Umschlags nicht einreißt.
Bahnkante exakt auf Bahnkante legen, eventuell Luftblasen herausstreichen und die zusammengelegte Bahn aufrollen. Dadurch wird ein Hochstellen und vorzeitiges Austrocknen der Bahnkanten vermieden.
Die Weichzeit liegt bei normalen Papiertapeten zwischen 5 und 10 Minuten. Sie unterscheidet sich je nach Stärke und Qualität des Tapetenpapiers, sollte aber bei allen Bahnen gleich lang sein. Durch das Weichen wird die Tapete geschmeidiger, und das Papier dehnt sich aus – vor allem in der Breite.
Durch die Trocknungsspannung erhält die Tapete später an der Wand erst ihren strammen, blasenfreien Sitz. Unterschiedliche Weichzeiten können Musterverschiebungen verursachen. Nach zu langem Weichen können die Bahnkanten zusammenkleben und beim Aufziehen einreißen.
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