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Decke und Wände tapezieren – die Verarbeitung

Decke tapezieren

Nun ist es endlich so weit – Sie können mit dem Tapezieren beginnen. Folgen Sie einfach den unten beschriebenen Schritten, dann erreichen Sie ein optimales Tapezier-Ergebnis.

Was Sie benötigen

  • Tapete
  • Tapeziertisch
  • Malerpinsel oder Quast
  • Kurzzeitmesser (Eieruhr)
  • Tapezierschere oder Tapezierschiene (z. B. Cutterkant Boy)
  • Cuttermesser
  • Zollstock oder Maßband
  • Tapezierbürste oder Gummirolle
  • Wasserwaage

Und so wird's gemacht

Wenn alle Vorarbeiten am Untergrund erledigt sind – der Untergrund also trocken, tragfähig, gleichmäßig saugfähig, sauber und glatt ist –, kann es losgehen. 

Tapete zuschneiden

Zum Zuschneiden wird die Tapete mit dem Muster nach oben auf dem Tapeziertisch abgerollt. Inklusive Verschnittzugabe sollte die Bahn ca. 10 cm länger sein als die Raumhöhe. Bei ansatzfreien Tapeten können die Bahnen ohne Rücksicht auf Rapporte fortlaufend zugeschnitten werden.

 

Eine zusätzliche Kontrolle, ob ansatzfrei zugeschnitten werden kann, ist empfehlenswert. Hierzu die zweite Bahn an der auf dem Tapeziertisch zugeschnittenen erste Bahn anlegen. Die Ansatzsymbole mit Rapporthöhenangaben in cm sind auf dem Beilegezettel angegeben.

Tapete zuschneiden

Bei geradem Ansatz sind alle Bahnen identisch. Beim Zuschneiden der einzelnen Bahnen wird Musterfigur auf Musterfigur gelegt. Durch den versetzten Ansatz verschiebt sich das Muster bei jeder zweiten Bahn entsprechend der Zentimeterangabe auf dem Beilegezettel.

 

Durch Anlegen der versetzten Bahn an der anstoßenden Seite lässt sich der Rapport kontrollieren: Die 1., 3. und 5. Bahn sind dabei identisch, die 2., 4. und 6. Bahn ebenfalls usw.

Einkleistern und Weichzeit

 

Den Kleister mit der Kleisterbürste gleichmäßig und vollflächig auf die Tapetenrückseite auftragen. Ein praktischer Helfer ist hier auch ein Tapeziergerät, dessen Anschaffung sich für Vieltapezierer sicherlich lohnt.

 

Zum gleichmäßigen Durchweichen die eingekleisterten Bahnen so zusammenlegen, dass das oben anzusetzende Stück etwa 2/3 und das untere 1/3 umgeschlagen wird. Knicke in den zusammengelegten Bahnlaschen sind zu vermeiden. Bei leichten Papierqualitäten sollte man die Unterkante ca. 3 cm breit umlegen, damit das geweichte Papier beim späteren Abziehen des unteren Umschlags nicht einreißt.

 

Bahnkante exakt auf Bahnkante legen, eventuell Luftblasen herausstreichen und die zusammengelegte Bahn aufrollen. Dadurch wird ein Hochstellen und vorzeitiges Austrocknen der Bahnkanten vermieden.

 

Die Weichzeit liegt bei normalen Papiertapeten zwischen 5 und 10 Minuten. Sie unterscheidet sich je nach Stärke und Qualität des Tapetenpapiers, sollte aber bei allen Bahnen gleich lang sein. Durch das Weichen wird die Tapete geschmeidiger, und das Papier dehnt sich aus – vor allem in der Breite.

 

Durch die Trocknungsspannung erhält die Tapete später an der Wand erst ihren strammen, blasenfreien Sitz. Unterschiedliche Weichzeiten können Musterverschiebungen verursachen. Nach zu langem Weichen können die Bahnkanten zusammenkleben und beim Aufziehen einreißen.

Das Ausloten

Da nur selten alle Wände eines Raumes genau senkrecht verlaufen, muss man grundsätzlich die erste Bahn an jeder Wand ausloten oder mit Wasserwaage und Bleistift eine senkrechte Linie ziehen.

 

Wichtig: Tapezieren Sie stets mit dem Licht, also vom Fenster bzw. der Hauptlichtquelle weg.

Kleben

Zum Ansetzen der ersten Bahn lässt man den oberen, längeren Einschlag auseinander gleiten. Dann pendelt man die Bahn entlang der markierten Senkrechten ein. Die Tapetenbahn wird mit der Tapezierbürste von der Mitte ausgehend und oben beginnend angedrückt; danach zu den Seiten hin. Dabei werden Lufteinschlüsse herausgestrichen.

 

Nähe und Überstände

Dank der guten Korrigierbarkeit von Metylan Tapetenkleister lassen sich die Nähte noch nacharbeiten. Sitzen die Nähte perfekt, können sie mit einem konischen, glatten Nahtroller angedrückt werden (Achtung: nicht bei Prägetapeten).

 

Die Überstände an Decke und Fußleiste werden bei Papiertapeten nun mit dem Scherenrücken in die Deckenecke bzw. in den Winkel über der Fußleiste gedrückt und dadurch leicht markiert.

Dann kann man die Bahnenden vorziehen und an der markierten Drucklinie entlang, die sich rückseitig abgezeichnet hat, mit der Schere abschneiden.

 

Achtung: Jetzt muss die Tapete richtig trocknen. Hierbei bitte große Wärme und Zugluft vermeiden. Optimal ist eine Raumtemperatur von ca. 18-20 °C. Auch die Untergrundtemperatur ist wichtig. Sie sollte nicht unter 15 °C liegen.

 

 

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