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Farbwirkung

  • Wirkung von Farben will bedacht sein
  • Wand mit Farbe gestalten

 

Farben an den Wänden verleihen einer Wohnung erst den richtigen Charme, geradezu einen Charakter. Die Auswahl ist allerdings enorm groß, sodass man sich manchmal nicht entscheiden kann, welche Farbe die richtige ist. Wir wollen Ihnen ein wenig helfen und Sie in die Wirkung von Farben einführen. Mit dieser Hilfestellung treffen Sie mit Sicherheit die richtige Entscheidung, wenn Sie das neue Farbkonzept für einen Raum entwickeln. Vor allem können Sie mit geschickten Farbkombinationen verschiedene Effekte erzielen.

Farbenlehre Grundkenntnisse

Wer es sich einfach machen möchte, der wählt einfach die Farbe Weiß. Allerdings ist dies weder kreativ noch spannend und auf die Dauer wirkt Weiß trist. Damit Sie herausfinden können, welche Farben Ihnen gefallen, müssen Sie zunächst wissen, wie sich diese überhaupt zusammensetzen.

 

Dabei gilt, dass sich alle Farben aus drei Grundfarben, auch Primärfarben zusammensetzen. Diese sind Rot, Gelb und Blau. Primärfarben kann man nicht herstellen, sprich, man kann keine anderen Farben zu Rot, Gelb und Blau zusammenmischen. Andersherum klappt dies hervorragend. Gemeint ist, dass man die Grundfarben dazu verwendet, um die sogenannten Sekundärfarben zu erzeugen. Dies sind im Detail:

 

Gelb + Rot = Orange
Gelb + Blau = Grün
Rot + Blau = Violett

 

Nimmt man diese 6 Farben zusammen, erhält man den Grundstamm. Mischt man diese Farben untereinander, erzeugt man weitere Farben. Möchte man die Farbe dabei aufhellen, gibt man etwas weiße Farbe hinzu. Zum Abdunkeln verwendet man hingegen Schwarz.

 

Rot + Weiß = Rosa
Rosa + Schwarz = Burgunderrot

 

Die Farbwirkung von hellen und von dunklen Farben ist dabei sehr unterschiedlich: Während helle Farben einen Raum größer wirken lassen und eine frische Stimmung erzeugen, lassen ihn dunkle Farben eher klein, aber auch gemütlich wirken.

Warme und kalte Farben

Die Einteilung von Farben in hell und dunkel hat mit der Farbwirkung auf den eigenen Körper und dessen Assoziationen mit der Umwelt zu tun. Beispiele für warme Farben sind Rot, Gelb und Orange, weil sie alle an die Sonne erinnern. Dagegen sind Blau, Grün und Violett kalte Farben, da sie mit Kälte und Winter assoziiert werden.

 

Möchte man durch eine Farbkombination eine vor allem lebendige und belebende Wirkung erzielen, sollten Sie bevorzugt auf warme Farben setzen. In einem Raum, der eher Ruhe ausstrahlen und zum Ausgleich genügen soll, wählen Sie besser kalte Farben.

Vorsicht bei zu eintönigen Farbkombinationen

Farbenkombinationen können viel bewirken

Achten Sie darauf, dass Sie keine Farbkombinationen wählen, die zu viel Unruhe erzeugen. Wer lediglich auf warme Farben setzt, kann schnell einen Raum schaffen, in dem man sich nur unwohl fühlt, weil einen ständig ein Gefühl der Aufgekratztheit plagt. Setzt man nur auf kalte Farben, wirkt ein Raum sehr einschläfernd und lässt die Bewohner geradezu träge werden.

 

Deshalb sind Farbkombinationen am besten, die sich ergänzen. Nur dann können Farben ihre optimale Wirkung erzielen. Setzen Sie demnach auf Farbenpaare, welche im Farbkreis gegenüber liegen. Solche Paare ergänzen sich, weshalb immer auch warme und kalte Farben gemischt werden sollten. Sehr schöne Farbkombinationen sind daher immer Gelbtöne mit Blautönen sowie Orangetöne mit Grüntönen. In beiden Fällen kommen die Farben am besten zur Geltung und können ihre entsprechende Farbwirkung erzielen.

Die Raumbeschaffenheit ist wichtig

Die Wirkung von Farbe hat viel damit zu tun, wie ein Raum aufgeteilt ist. Ist es eher ein hoher oder niedriger Raum? Besitzt er Dachschrägen? Und ist es ein eher großer oder kleiner Raum? Deshalb sind die Ausmaße enorm wichtig für die richtigen Farbkombinationen.

Großer Raum

In großen Räumen können Sie ohne Weiteres kräftige Farben verwenden. Denn warme und intensive Farben lassen den Raum gemütlich nah wirken und man fühlt sich geborgen. Wenn Ihnen der Raum zudem zu groß wirkt, können dunkle Farben dabei helfen, ihn verkürzt erscheinen zu lassen. Das Gefühl der Verlorenheit durch den weiten Raum wird dadurch enorm gemildert.

Kleiner Raum

Wer hingegen von vornherein eher kleine Räume besitzt, der sollte keine dunklen Farben verwenden. Ansonsten kann ein Raum schnell bedrückend wirken. Deshalb sollten Sie eher zu hellen, aber kühlen Pastellfarben greifen. Diese wirken belebend und der Raum erzielt durch die Farben eine offene und großzügige Wirkung.

Haben Sie niedrige Decken, wählen Sie am besten einen Kontrast von hellen und dunklen Farben, wodurch Sie für eine optische Erhöhung des Raumes sorgen. Dabei hat die Deckenfarbe eine übergeordnete Rolle. Dies bedeutet, dass die Wände dunkler als die Decke gestrichen werden. Eine besonders edle Wirkung erzielen Sie, wenn eine Wand in einem kräftigen warmen Ton gestrichen wird.

 

Die Decke sollten Sie mit hellem Beige, Grau oder sogar Weiß streichen. Wenn Sie dann noch die Kante zur Wand genau abkleben und sorgfältig streichen, erschaffen Sie einen geraden Übergang. Weitere Bordüren in Deckenfarbe oder Wandfries erhöhen den Effekt.

Bei hohen Räumen ist ebenso die Deckenfarbe entscheidend. Doch anders als bei den niedrigen Räumen, sollten Sie in einem solchen Fall auf eine dunkle Deckenfarbe setzen, um eine optische Tiefe zu vermitteln. Wählen Sie die Farbe jedoch mit Bedacht: Eine zu dunkle Farbe birgt die Gefahr in sich, dass Sie sich bedrückt fühlen. Wenn Sie sich zwischen zwei Farben nicht entscheiden können, sollten Sie sich im Notfall immer für den helleren Ton bei einer hohen Decke entscheiden.

Die Wahl der Farbe hängt von der Größe der Dachschräge ab. Ragt die Dachschräge weit in den Raum hinein, sollte sie mit der gewählten Wandfarbe gestrichen werden. Dadurch wirkt der Raum höher und auch größer.

 

Sollte hingegen nur ein kleines Stück Dachschräge in den Raum hineinragen, ist das Streichen mit der Deckenfarbe die bessere Lösung. Die Schräge fällt deutlich weniger auf und lässt die Decke dominieren.

Farbtöne abmildern oder verstärken

Manchmal wählt man eine Farbe, die im Grunde gefällt, im entsprechenden Raum an der Wand oder der Decke aber plötzlich zu kräftig oder zu milde wirkt. Sie müssen jedoch nicht gleich mit einer anderen Farbe darüber streichen. Denn es gibt einige Möglichkeiten, die Farbwirkung weiter zu beeinflussen. Schließlich besteht ein Raum nicht nur aus der Farbe.

Rottöne

Rottöne können sehr schnell knallig und hart wirken. Sie sollten deshalb auf eine Farbkombination aus helleren und leichteren Rottönen setzen, wodurch sie im Kontrast gemildert werden und nicht mehr so dominant erscheinen. Weiterhin sollten Sie weiße oder goldene Accessoires wählen.

 

Zudem sind Rot und Grün eine äußerst erfrischende und zugleich interessante Farbkombination. Setzen Sie beim Grünton auf eine dunkle Farbe, sollten Sie beim Rot auf leichte Nuancen wie Lachsfarben, Altrose oder Ziegelrot setzen.

Gelbtöne

Gelb hat besonders in der Kombination mit Farben wie Braun und Grün eine stimulierende Wirkung. Zudem heben sich von einem gelben Hintergrund Accessoires wie Bilder toll ab.

 

Harmonisch und gemütlich wirkt der Raum vor allem dann, wenn er Ton in Ton gehalten wird. Allerdings sollten Sie bei kräftigen gelben Möbeln eine hellere gelbe Wandfarbe wählen. Eine andere Möglichkeit, um mit Gelb Gemütlichkeit zu schaffen, ist Gold und Braun eintzusetzen.

 

Möchte man den Raum vor allem edel wirken lassen, sollten Sie auf violette oder kornblumenfarbige Akzente setzen. Doch nochmals der Hinweis: Mit knalligen Farben wie Gelb sollten Sie vorsichtig sein, damit der Raum nicht zu unruhig wirkt.

Blautöne

Blau ist eine kalte, aber ungemein beruhigende Farbe. Sie muss jedoch immer mit hellen Farben, am besten Weiß, Beige oder auch hellen Grautönen kombiniert werden. Ansonsten wirkt blaue Farbe schnell trist. In der richtigen Kombination lassen Sie einen Raum mit Blau frisch, kühl und besonders großzügig wirken.

Grün kann nicht nur die Farbe der Hoffnung sein, sondern auch Glücksgefühle erzeugen. Diese entstehen vor allem dann, wenn Sie eine Farbkombination aus Grün mit Rot oder Gelb erzeugen. Die Assoziationen mit einer Blumenwiese liegen nah. Allerdings müssen Sie darauf achten, eine der Farben immer dezenter als die andere zu halten, damit eine Balance geschaffen wird.

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