Sanitärfugen finden sich im gesamten Sanitär- und Feuchtraumbereich, Beispiele sind Randfugen zwischen Boden und Wand, Eckfugen an gefliesten Wänden, Anschlussfugen zwischen Wand und Decke sowie die Fugen, mit denen im Bad- und Nassbereich die Sanitärkeramik an die geflieste, verputze, beschichtete oder tapezierte Wand anschließt. Abgedichtet wird an Badewannen, Duschtassen, Waschbecken und Bidets sowie an Duschabtrennungen und Trennwänden.
Sanitärfugen unterliegen ganz besonderen Anforderungen, weil sie auch ganz besonderen Strapazen ausgesetzt sind. Tropf- und Spritzwasser, Seifenreste und der normale Hausstaub sammeln sich kontinuierlich in diesen Fugen.
Hinzu kommt, dass diese Räume oft nicht ausreichend belüftet werden können. So kommt es leicht zu Schimmelpilzbildung. Das sieht nicht nur unästhetisch aus, sondern birgt auch ein großes gesundheitliches Risiko – und das nicht nur für Allergiker.
Schimmel zerstört außerdem Fugendichtungen in Feuchträumen und sorgt dann für erhebliche Schäden durch eindringende Feuchtigkeit. Daher ist die Sanitärfuge eine sogenannte Wartungsfuge, die in regelmäßigen Abständen auf Funktion und Optik überprüft werden muss.
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