Diese Seite drucken  Diese Seite bewerten Diese Seite kommentieren

Feinstaubplakette, Aufkleber und Etikett entfernen

Etiketten und Aufkleber wie beispielsweise die Feinstaubplakette lassen sich nur sehr schwer rückstandsfrei vom Untergrund lösen. Egal ob der Aufkleber auf einem Lack, Metall, Acrylglas oder normalem Glas geklebt wurde, mit der Zeit wird es richtig mühselig diesen zu entfernen. Gründe dafür sind die verwendeten, oftmals unterschiedlichen Klebebeschichtungen und die starke Härtung der Klebstoffe an der Oberfläche des Untergrundes. Häufig fressen sich diese regelrecht in die Oberfläche ein.

 

Es gibt kein Patentrezept wie Sie beispielsweise die Feinstaubplakette von Ihrer Autoscheibe oder einen anderen Aufkleber vom Untergrund rückstandslos entfernen können, wir haben hier jedoch die gängigsten Tricks aufgelistet, die Sie durchaus ausprobieren sollten.

Was Sie benötigen

  • Fön, Heißluftgebläse
  • Holzkratzer, Ceranfeld-Kratzer, Rasierklinge
  • Radiergummi
  • Alte Lappen, Küchenpapier
  • Lösungsmittel: Speiseöl, Margarine/Butter, Wasch-/Reinigungsbenzin, Isopropanol, Aceton

Und so wird´s gemacht

Aufkleber/Etiketten auf wasserfesten Gegenständen

Bei wasserfesten Gegenständen (Bsp. Marmeladenglas) reicht es häufig aus, diese über Nacht in eine warme Reinigungslösung (Spülwasser) zu legen. Am nächsten Tag können Sie das Etikett meistens abziehen und die Klebereste mit einem Schwamm abrubbeln.

Erwärmung mit Heißluft

Kann der Gegenstand mit dem Aufkleber nicht über Nacht in ein Wasserbad gelegt werden, sollten Sie zuerst versuchen das Etikett oder den Aufkleber mit einem Fön oder speziellen Heißluftgebläse zu erwärmen. Ab einer gewissen Temperatur lösen sich die meisten Klebstoffe und Sie können den Aufkleber ganz ohne Einsatz von Lösemittel abziehen. Die Klebstoffreste auf dem Untergrund können Sie anschließend mit einem Kratzer oder einer Rasierklinge abschaben. Achten Sie dabei darauf, dass Sie den Untergrund nicht beschädigen oder verkratzen.

 

Wichtig: Die Entfernung von Aufklebern auf Glasscheiben (Bsp.: Feinstaubplakette auf Autoscheibe) mit Hilfe von einem Fön/Heißluftgebläse sollten Sie nur bei warmen Außentemperaturen durchführen! Entstehen auf der Glasscheibe nämlich zu große Temperaturdifferenzen kann es sehr schnell zu Spannungsrissen und einem ungleich größeren Schaden kommen!

Verwendung eines Radiergummis

Eine weitere mechanische Methode ist das Wegrubbeln des Klebstofffilms mit einem Radiergummi. Diese Methode klappt nicht immer, aber einen Versuch vor dem Einsatz von Lösemittel ist sie allemal wert.

Entfernen mit Speiseöl, Margarine oder Butter

Sind nach dem Abziehen des Etiketts oder Aufklebers noch Klebstoffreste auf der Oberfläche, empfehlen wir insbesondere bei empfindlichen Oberflächen zuerst den Einsatz von Speiseöl oder Butter/Margarine. Hierzu geben Sie das Öl/Fett auf einen alten Lappen und rubbeln immer wieder über die Klebestelle. Verwenden Sie ruhig viel Öl und weichen Sie die Reste des Aufklebers regelrecht damit ein, dann sollte die Entfernung auch gelingen.

 

Tipp: Bitumenflecken lassen sich ideal mit Butter oder Margarine entfernen. Einfach wie beschrieben vorgehen!

Einsatz von Alkohol oder Wasch-/Reinigungsbenzin

Wenn das Aufweichen und Abrubbeln mit Speiseöl bzw. dem Fett nicht gelungen ist, können Sie zu einem milden Lösemittel wie Alkohol oder Wasch- und Reinigungsbenzin greifen. Letzters ist in allen gängigen Bau- und Drogeriemärkten erhältlich. Weichen Sie die Klebstoffreste wiederum mit dem Lösemittel ein und rubbeln Sie mit einem Lappen so lange bis die Reste des Aufklebers entfernt sind.

 

Wichtig: Liegen lackierte oder empflindliche Untergründe wie bspw. Kunststoffe vor, sollten Sie unbedingt vor dem Einatz von Wasch-/Reinigungsbenzin Vorversuche an einer unauffälligen Stelle machen, um die Reaktion des Lösemittels mit der Oberfläche zu überprüfen!

Aggressive Lösemittel wie Isopropanol und Aceton

Wenn alle bisher beschriebenen Methoden nicht funktioniert haben, können Sie zur Entfernung eines Etiketts oder Aufklebers auch auf aggressive Lösemittel wie Isopropanol und Aceton zurückgreifen. Diese sind in Baumärkten erhältlich.

 

Wichtig: Isopropanol und Aceton dürfen nur auf unempfindlichen Oberflächen wie auf unlackierten Metallen und Glas verwendet werden. Für den Einsatz auf Lacken und Kunststoffen sind diese Lösemittel ungeeigent, da sie die Oberfläche angreifen und beschädigen. Desweiteren sollten Sie bei den Arbeiten mit diesen Lösemitteln sicher sein, dass Sie empfindliche Oberflächen vor dem Heruntertropfen (Bsp. Lösemittel tropft auf Armaturenbrett beim Entfernen der Feinstaubplakette) schützen, d.h. kleiden Sie diese Oberflächen mit Lappen oder dicker Pappe vor der Arbeit aus.

Sie interessieren sich für das Entfernen von Aufklebern

Dann könnten folgende Themen ebenfalls von Interesse für Sie sein:

 

 

Oder gelangen Sie zurück zur Übersicht:

 

Wir würden uns freuen, wenn Sie diese Seite bewerten möchten:

Übermittlung Ihrer Stimme...
Bewertungen: 4.1 von 5. 16 Stimme(n).
Klicken Sie auf den Bewertungsbalken, um diesen Artikel zu bewerten.

keine Kommentare vorhanden

Kommentar hinzufügen



Hinweis: Ihre E-Mail-Adresse wird anderen Nutzern nicht angezeigt





Bitte beachten Sie unsere Hinweise zu Kommentaren im Henkelhaus!

Die Felder, die mit einem Stern (*) markiert sind, müssen ausgefüllt werden!