Pattex Spezialkleber Modellbau
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- Mit Mikrodosiernadel: Sparsam - punktgenau - ideal für schwer zugängliche Stellen

Teil drei widmet sich dem Cockpit-Eigenbau. Dieser ist gar nicht so schwierig, wenn man erst einmal die Form für den Cockpitrahmen und das Trennschott hat. Die Zeichnung, welche nach dem Anpassen der Teile angefertigt wurde, kann als Vorlage genutzt und ausgedruckt werden.
Der Umbau ist sicher nicht perfekt und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, mag aber als Anregung auch für andere Modelle dienen. Grundsätzlich gilt, dass gute Vorbildfotos und Infos durch nichts zu ersetzten sind. Neben der Bauanleitung sind diese Quellen der Weg zum echten Modellbau!
Hinweis: Alle Bilder dieser Anleitung können Sie mit einem Klick vergrößern.
Im ersten Teil unserer Serie erfahren Sie, wie Sie korrekt den Doppeldecker verspannen können, im zweiten Teil erhalten Sie alle Informationen um ein originalgetreues Cockpit bauen zu können.
Die Anfertigung eines passgenauen Schotts mittels einer Drahtschablone: Dünnen Draht in eine Rumpfhälfte pressen, um die genaue Form zu ermitteln. Alternativ kann man auch mit dünnen Blechstreifen arbeiten.
Oben links im Bild: Die Drahtschablone, darunter ist sie bereits auf Papier übertragen. Dieses wird dann geknickt für perfekte Symmetrie. Die Form wird dann auf eine Polystyrolplatte übertragen, zugeschnitten und geschliffen.
Die Kopie des Cockpitrahmens wird dann auf Karton geklebt, einige Stunden unter Büchern glatt gepresst. Zum Ausschneiden werden die Schnitte „aus den Ecken heraus” geführt, um nicht in den Rahmen zu schneiden.
Details lassen sich oft aus Gießästen anfertigen, so auch der Schemel fürs Cockpit. Für eine gerade Schnittkerbe das Messer rollend und dabei leicht schneidend führen.
Ob Karton oder Plastik verwendet wurde sieht unter der Farbe keiner. Die noch weißen Details stammen von einem Joghurtbecher, der wie die Bausätze auch aus Polystyrol besteht.
Details des hinteren Cockpits und des Funkgerätes mit Sekundenkleber befestigen. Die danach noch sichtbaren, getrockneten Klebstoffspuren sorgfältig mit Farbe übertupfen.
Details geschummelt: Aufgemalte Streben im Rumpf mit Fineliner und Buntstiften reichen als Illusion an den kaum sichtbaren Stellen. Dies wird in der Kunst "Trompe-l'oeil" genannt, frei übersetzt: "Täuschung des Auges".
Die Rumpfhälften, das MG und der Pilotensitz stammen aus dem Bausatz. Der Rest ist aufgemalt oder Eigenbau aus Karton, Plastik, Draht und Papier für die Anschnallgurte.
Der Steuerknüppel wird aus Messingdraht gebogen. Damit er an der richtigen Stelle sitzt, ist die Bodenplatte des Pilotensitzes vorn um etwa 1,5 Millimeter gekürzt.
Die Fuge der beim Original klappbaren Flügel fehlt bei den unteren Tragflächen. Hier ein Zahnarztwerkzeug mit dem man gravieren kann, eine Graviernadel empfiehlt sich jedoch.
Der Pilot sitzt bei der Swordfish MK.I in einem Schalensitz, nicht wie im Modell dargestellt auf einer Art "Parkbank". Umfangreiches Fotomaterial mit vielen Details führt (wie hier) zu einem wirklich detaillierten und am Vorbild orientierten Modellbau.
Dieser Beitrag ist mit freundlicher Unterstützung des Magazins ModellFan entstanden.
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