Vereinzelt wird der Wunsch geäußert, Tapetenkleistern zusätzlich Fungizide beizugeben, um sie so gegen späteren Schimmelpilzbefall zu schützen.
Was spricht dagegen?
Schimmelpilze entstehen durch Feuchtigkeit, die nicht entweichen kann, etwa durch feuchtes Mauerwerk oder durch Schwitzwasser auf der Tapete. Die Ursachen für die Feuchtigkeit können vielschichtig sein.
Ist eine Tapete längere Zeit durchfeuchtet, bietet sie aufgrund ihrer Beschaffenheit (organisches Material, ph-Wert neutral bis leicht sauer) immer ein ideales Milieu für Pilzwachstum. Ein extrem pilzhemmend ausgerüsteter Tapetenkleister würde daran kaum etwas ändern. Im günstigsten Fall könnten diese Fungizide einen Schimmelpilzbefall kurzfristig verzögern, jedoch in keinem Fall verhindern.
Übrigens:
Alle Kleister von Metylan, außer Metylan normal, enthalten bereits rezepturseitig Fungizide, die den angesetzten Kleister vor allem während der Verarbeitung und der nachfolgenden Trocknung vor einem Pilzbefall schützen sollen. Das ist vor allem bei Tapeten wichtig, bei denen der Kleister nur sehr langsam trocknet, zum Beispiel bei Vinyltapeten.
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