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Kann man auf Kork tapezieren?

Rohe und versiegelte Korkoberflächen können grundsätzlich übertapeziert werden. Gewachste Korkoberflächen sollten dagegen entfernt werden.

Voraussetzung für alle Empfehlungen sind saubere, feste und tragfähige Korkflächen.

Wir empfehlen, zur Vorbehandlung ein Renoviervlies vorzukleben, etwa Variovlies (Erfurt) oder Patentvlies (Marburg), damit zunächst ein gleichmäßig saugender und farblich einheitlicher Tapeziergrund entsteht – das ist besonders wichtig bei durchscheinenden Vliestapeten. Die Unterlagsvliese werden mit dem Kleister Metylan Secura geklebt.

 

Nach dem Trocknen kann auf dem Vlies normal tapeziert werden, das heißt mit dem Kleister, der für die jeweilige Tapete empfohlen wird.

Abzuraten ist in jedem Fall vom Einsatz einer undurchlässigen Tapete (etwa Glattvinyl), weil die Oberflächenbeschichtung der Tapete keine Feuchtigkeit nach oben durchlässt. Der komplette Wasseranteil des Kleisters muss also in den Untergrund abgegeben werden. Es kommt dadurch zu sehr langen Nasszeiten. Dies kann zum Ausquellen des Korks führen. Aus diesem Grund sollte man auf Kork nur diffusionsoffene Tapeten wie Raufaser, Papiertapeten, Vliestapeten etc. einsetzen.

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Markus (Henkelhaus-Team), 06-02-13 19:14:
Hallo Reiner,

Kork als Untergrund zum Tapezieren ist leider nicht ideal. Die Hauptgefahr beim Übertapezieren ist, dass der Kork durch die Feuchtigkeit des Kleisters aufquellen kann. Zudem besteht die Gefahr, dass Inhaltsstoffe oder Verunreinigungen (Staub, Ablagerungen von Küchendämpfen usw.) im Kork, die durch die Feuchtigkeit des Kleisters angelöst wurden, beim Trocknen mit nach vorne wandern. Also durch die Feuchte, die nach vorne in den Raum hinein austrocknet mit gezogen werden. Dies zeigt sich dann meist durch gelblich-bräunliche Flecken auf der Tapete.

Ein Grundieren/Absperren bringt aber auch keine Abhilfe, da so ein nicht saugender Untergrund entsteht. Und zum Tapezieren benötigen wir einen saugenden Untergrund.

Folgende Varianten können wir Ihnen anbieten.

Variante 1

1. Streichen einer Haftbrücke bestehend aus Metylan Ovalit P + 20% Wasser, Fläche trocknen lassen
2. Tapezieren einer Rollenmakulatur mit Metylan spezial + 15% Metylan Ovalit T (notwendig, damit sich die Nähte der nachfolgenden Tapete durch die Trocknungsspannung nicht öffnen)
3. Tapezieren der eigentlichen Tapete mit dem jeweils empfohlenen Kleister

Diese Vorgehensweise funktioniert bei allen dampfdurchlässigen Tapetenarten, d.h. außer Vinyltapeten. Einfacher wird's, wenn eine dimensionsstabile Vliestapete (verarbeitbar in Wandklebetechnik) geklebt wird. Dann kann Schritt 2 weggelassen werden.

Variante 2

Eine andere, etwas weniger aufwendige Methode und die empfehlenswerteste zur Überarbeitung sind sogenannte Renoviervliese, die mit einem gefüllten Dispersionskleber (Styroporkleber Metylan Assil P oder Ovalit P) aufgeklebt werden. Dazu wird der Klebstoff mit einem Zahnspachtel C1 nach der Reinigung auf den Untergrund aufgetragen, das Renoviervlies eingelegt und anschließend mit einem Tapezierspachtel so angedrückt, dass sich der Kleber gleichmäßig verteilt und eine plane Fläche entsteht. Nach der Trocknung kann hier wieder übertapeziert oder überstrichen werden.

Weitere Informationen dazu erhalten Sie hier: http://www.henkelhaus.de/heimwerker_und_renovierung/richtig_tapezieren/das_renoviervlies/index.html

Ich hoffe, diese Infos helfen Ihnen weiter.
Reiner Tobias, 06-02-13 10:32:
Folgendes Problem: ich habe verschiedene Aussenwände von innen mit Korkplatten gedämmt (deutlich messbarer Erfolg). Der Kork soll mit z.B. Rauhfaser tapeziert werden. Welcher Kleber bzw. welche Grundierung ist notwendig? Gruß R.Tobias

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