Die Weichzeit ist beim Verkleben aller Tapeten mit Papierträgern von ganz entscheidender Bedeutung. Während der Weichzeit dehnt sich das Papier durch die Feuchtigkeitsaufnahme aus, die einzelne Bahn wird in dieser Zeit breiter und länger. Bei zu kurzen Weichzeiten dehnt sich die Tapete auf der Wand aus, und es können unschöne Falten oder Blasen entstehen. Besonders bei geprägten Tapeten ist auf besonders gleichmäßige Weichzeiten zu achten. Unterschiedliche Weichzeiten führen zum „Verziehen“ der Prägung, das Prägemuster passt dann im Kantenbereich nicht mehr überall exakt aneinander.
Eine Tapetenart, bei der keine Weichzeit zu beachten ist, ist die Vliestapete. Der Vliesträger (kein Papier) ist dimensionsstabil, das Vlies dehnt sich bei Feuchtigkeitsbelastung nicht aus. Daher können diese Tapeten entweder trocken in den auf der Wand aufgetragenen Kleister eingelegt oder auch sofort nach dem rückseitigen Einkleistern ohne Weichzeit angeklebt werden.
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