Das Nachkleben von offenen Nähten ist nicht ganz so einfach, insbesondere wenn es sich um überstrichene Tapeten, z.B. Rauhfaser handelt. Die trockene Tapete ist zum einen relativ fest und starr und steht zum anderen zusätzlich auf Spannung, d.h. die hochstehenden Kanten neigen immer wieder zum Abrollen. Diese Effekte werden bei überstrichenen Tapeten deutlich verstärkt.
Zunächst sollte versucht werden, durch rückseitiges Anfeuchten des Papiers die Spannungen zu ermitteln. Ob dies gelingt, hängt allerdings entscheidend von der Papierart und der Wasserfestigkeit eines evtl. Anstrichs ab. U.U. wird das Aufweichen auch nicht gelingen.
In diesem Fall muss die lose Tapete nach dem Kleben für die Zeit der Trocknung (am besten 24 Stunden) fixiert werden, d.h. es muss dafür gesorgt werden, dass die Tapete während der Trocknungszeit der Wand anliegt. Diese Fixierung ist u.U. etwas knifflig. Ohne diese wird es jedoch nicht funktionieren. Nur im getrockneten Zustand kann der Klebstoff diese Spannungen halten.
Als Klebstoff wird das Produkt Metylan Naht und Reparaturkleber empfohlen.