Die Belegreife bezeichnet den Gehalt an Restfeuchte im Estrich oder Bodenausgleichmassen, bei dessen Unterschreitung die Oberfläche beschichtet oder belegt werden kann. Die maximal zulässige Restfeuchte ist von der Diffusionsdichte des Belages bzw. der Beschichtung abhängig
Der Feuchtegehalt muss durch Messungen (empfohlen wird eine CM-Messung) bestimmt werden.
Diese Werte werden mit einem Calciumcarbid-Messgerät (CM-Gerät) ermittelt. Dabei wird eine bestimmte Menge Estrich aus dem vorhandenen Estrich entnommen, zerkleinert und unter Zugabe der Chemikalie Calciumcarbid in einem Behältnis aufgeschüttelt. Der Manometerdruck wird gemessen und kann auf CM -% umgerechnet werden.
Allein nach dem Alter kann die Belegreife nur unzureichend ermittelt werden. Die Mindest-Erhärtungszeiten nach DIN 18560 sind daher nicht automatisch mit der Belegreife gleichzusetzen. Die Belegreife von Estrich ist, zum Beispiel, dann erreicht, wenn er mindestens seine Nennfestigkeit erreicht hat und bis auf die Gleichgewichtsfeuchte ausgetrocknet ist.
Für die mit Wasser angemischten Estrichmörtel / Ausgleichsmassen sind Trocknungszeiten einzuplanen. Nach einer Faustformel geht man z.B. bei einem ca. 45 mm starken Estrich von mindestens vier Wochen aus. Je nach Luftwechsel, Raumtemperatur, relativer und absoluter Luftfeuchte kann sich diese Zeit auch erheblich verlängern.
Die Werte für die zulässige Restfeuchte des Untergrundes für den von Ihnen gewählten Belag (Fliesen, Farbe, Parkett usw.) erfahren Sie von Hersteller des Belages.
Henkel weist bei Produkten von Ceresit auf den Gebinden Circa-Angaben zur Belegereife aus.
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