Das Wort Diffusion kommt aus dem Lateinischen und bedeutet "Ausbreiten" und "Hindurchdringen" eines Stoffes durch einen anderen. Wasserdampf durchdringt den porigen Putz der Wand und den Anstrich. Der Widerstand, der dem durchdringenden Stoff entgegengesetzt wird, heißt Diffusionswiderstand. Durch eine Wand, z.B. die eines Wohnhauses, können gleichzeitig verschiedene Stoffe in Gasform diffundieren. Druck und Gefälle sind dabei abhängig von der Temperatur und der Menge des Gases.
In einem Haus erzeugen die Bewohner pro Tag durch Kochen, Duschen, Schwitzen oder einfach nur Atmen eine Menge Wasserdampf, der in die Raumluft abgegeben wird. Die gasförmigen Moleküle des Dampfes verteilen sich gleichmäßig im Raum und erzeugen einen Dampfdruck, auch relative Luftfeuchtigkeit genannt.
Auch außerhalb des Hauses lässt sich Dampfdruck messen. Ist er gleich der relativen Luftfeuchte im Haus, herrscht ein Gleichgewicht. Ist der Dampfdruck im Inneren jedoch höher oder niedriger als draußen, herrscht ein Dampfdruckgefälle. Den Wasserdampf zieht es auf die druckärmere Seite des Bauteils, er diffundiert. So entsteht eine Ausgleichsströmung, die Diffusion.
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