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Holz renovieren

Um Holz zu renovieren bzw. restaurieren müssen vor allem gründliche Vorarbeiten geleistet werden. Das Holzstück (Möbel, Tür, Werkstück) muss von seinem alten Anstrich befreit werden, um dann neu bearbeitet werden zu können.

 

Das Entfernen alter Farbschichten ist meist der aufwändigste Teil der Restaurierung. Zur Auswahl stehen folgende Möglichkeiten:

 

Abbeizen: Dabei wird das Holzwerkstück mit einer Flüssigkeit oder Paste eingestrichen, welche die alte(n) Schicht(en) aufweicht,  damit diese mit einem Spachtel abgezogen werden kann. Der große Nachteil dieser Methode ist, dass Abbeizer für die Umwelt und die Gesundheit schädlich sind und Schadstoffe des Abbeizers und / oder alte Farbstoffe an Luft und Boden abgegeben werden.

 

Schleifen: Die Verwendung von Schleifgeräten sollte nur mit Atemmaske erfolgen, damit der feine Staub nicht eingeatmet wird. Große Flächen sind mit Schleifgeräten wie einem Schwingschleifer gut zu bearbeiten, allerdings sind Ecken und Kanten kaum zu erreichen.

 

Heißluft: Das Gleiche gilt für das Arbeiten mit dem Heißluftföhn, bei dem die erhitzte Stelle schnell mit einem Spachtel von der Farbe befreit wird. Auch hier bestehen gesundheitliche Bedenken, da die erhitzte Luft Schadstoffe von Lack und behandeltem Holz freisetzt. Zudem entsteht durch die Erhitzung ein beißender Geruch, der sich sehr lange in Möbeln und Stoffen etc. festsetzt.

 

Insgesamt ist das Entfernen alter Farbschichten und Lackschichten sehr mühsam. Wichtig ist bei allen erwähnten Methoden, dass sie entweder nur im Freien oder in sehr gut belüfteten Räumen angewendet werden. Am wenigstens belastend für Mensch und Umwelt ist das manuelle Abziehen alter Farbbeläge durch ein spezielles Messer mit aufgebogener Kante. Allerdings ist dies sehr kraftaufwändig und kaum zu schaffen.

 

Die Mühe lohnt sich aber, denn viele Möbel und andere Einrichtungsgegenstände haben ohne Farben einen neuen Reiz und können jetzt so behandelt werden, dass der Naturton und die Maserung belassen bzw. betont wird. Das Holz kann geölt, gewachst, lasiert oder farblos lackiert werden.

 

Soll ein Möbelstück oder eine Tür nur eine neue Farbe erhalten, so müssen die alten Schichten unter Umständen nicht vollständig entfernt werden. Es reicht aus, die vorhandene Lackierung mit einem Schleifgerät oder per Hand mit Schleifpapier zu ebnen und anzurauen. Nach gründlicher Entfernung des entstandenen Holzstaubs wird der neue Lack aufgetragen.

 

Sind im zu renovierenden Holzwerkstück Schadstellen, können diese vor der Endbehandlung mit einem speziellen Holzkitt ausgebessert werden. Gips oder andere Spachtelmassen sollten nicht verwendet werden, da diese die Bewegung des Holzes (Quellen und Schwinden) nicht mitmachen und daher aufreißen oder abplatzen.

 

Inzwischen sind Holzspachtelmassen auf dem Markt, die zugleich ausgleichen als auch kleben. Nach der Aushärtung sind die Holzkitte und Holzspachtel wie Holz bearbeitbar.

 

Für Holz bei Gartenmöbeln ist eine gründliche Reinigung Voraussetzung. Schmutz, Algen, Grünbefall und Moose müssen mit speziellen Reinigern für Gartenmöbel entfernt werden, bevor das Holz mit einer neuen Schutzschicht aus Gartenmöbelöl gestrichen oder besprüht wird.

 

 

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