Holzkleber, Holzleim, Holzklebstoff - unter dieser Bezeichnung ist der Leim zu finden, mit dem Holz und Holzwerkstücke miteinander bzw. mit anderen Materialien verbunden werden.
Holz Kleber wird je nach Wasserfestigkeit in die Beanspruchungsklassen D1 bis D4 eingeteilt:
Der verbreitetste Holz Kleber ist der Weißleim, ein formaldehydfreier Dispersionskleber mit PVAC (PolyVinylACelat) als Bindemittel. Die meisten Weißleime gehören zu den Beanspruchungsklassen D2 und D3.
Für besonders stabile und wasserfeste Verbindungen (D4) gibt es die PU-Leime (PolyUrethane), die neben Holz auch viele andere Materialien kleben. Etwas Vorsicht ist bei diesen Leimen geboten. Sie können vor der Aushärtung für die Gesundheit schädlich sein. Daher sollten sie nur mit Schutzhandschuhen verwendet werden. Eine Weiterentwicklung sind die Zweikomponenten Polyurethane Klebstoffe, die zugleich kleben als auch kleinere Schadstellen im Holz auffüllen können. Nach der Trocknung sind diese Kleber wie Holz zu bearbeiten.
Heißleim (Kauritleim) ist für den Heimwerker kaum von Nutzen. Er wird z. B. in der Möbelindustrie verwendet, um Furniere mit hohem Druck und sehr hohen Temperaturen aufzuleimen.
An nicht-synthetischen Holzklebstoffen gibt es den Glutinleim und den Knochenleim. Diese Holz Kleber sind nicht wasserfest (D1) und durch ihre natürlichen Inhaltsstoffe anfällig für Insekten und Pilze. Verwendung finden diese Kleber hauptsächlich bei der Verarbeitung und Restaurierung alter Möbel, bei Intarsienarbeiten und im Instrumentenbau (Geigen und Gitarren).
Zum Fußbodenaufbau werden speziellen Fugenleime und Parkettkleber im Handel angeboten. Mit Fugenleim werden Nut und Feder beim Laminat und beim Fertigparkett verbunden. Parkettkleber erlaubt die Verlegung von Rohparkett, wie auch die vollflächige Verleimung von Laminat und Fertigparkett.
Die Verarbeitung von Holz Kleber erfolgt durch einseitiges Einstreichen einer Haftfläche (beidseitiges Einstreichen nur bei stark saugenden Flächen), anschließend müssen die Werkstücke in Schraubzwingen oder spezielle Holzzwingen eingespannt werden. Die Dauer der Presszeiten hängt von der Temperatur, der Holzart und von der Feuchtigkeit vom Holz und Raum ab.
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