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Kleben

Die technisch korrekte Definition für Kleben lautet:
Unter Kleben (nach DIN 16920) versteht man das meist unlösbare Verbinden/ Fügen zwischen gleichen oder verschiedenen Werkstoffen/ Materialien. Dies geschieht mit der Hilfe eines Klebstoffes, der zwischen beide Materialien eingebracht bzw. auf sie aufgetragen wird.


Eine Verklebung ist also eine feste und dauerhafte Oberflächenverbindung durch eine Klebstoffschicht.

 

Obwohl das sehr kompliziert klingt, ist das Kleben aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Dabei wird nicht erst geklebt, seit es Pritt Stifte und Pattex gibt. Schon von den alten Ägyptern und unseren Steinzeitvorfahren  ist bekannt, dass sie mit Baumharzen, Eiweißen und tierischen Leimen Dinge aller Art zusammenfügten.

 

Heutzutage ist Kleben ein Verfahren, mit welchem so ziemlich alle Werkstoffe mit- und untereinander verbunden werden können. Und hinter jeder noch so kleinen Verklebung steckt ein komplexes chemisches und physikalisches Verfahren, das selbst Fachleute stets aufs Neue fasziniert.

 

Obwohl Kleben gegenüber den mechanischen Fügeverfahren eine recht anspruchsvolle Technik ist, bietet es eine Menge Vorteile. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit seien nachfolgend einige genannt.

 

  • Große Flächen lassen sich durch Kleben leichter verbinden als  beispielsweise durch thermische Verfahren wie Schweißen oder Löten.
  • Durch Kleben werden Spannungen gleichmäßiger verteilt als beim Schrauben und Bohren. 
  • Die Struktur von Oberfläche und Gefüge werden nicht verändert, was beim Schweißen und Löten durch die jeweilige Wärmeentwicklung geschehen kann.
  • Gewichtsersparnisse
  • Ausfüllen von Unebenheiten bei den Materialflächen, größere Toleranzen können durch spaltfüllende Klebstoffe überbrückt werden.
  • Vermeidung von Kontaktkorrosion bei Metallklebungen im Vergleich zum Nieten oder Schrauben (Klebstoff als Isolator)
  • Werkstoffe müssen, um verklebt zu werden, im Normalfall nicht beschädigt werden. Gleichzeitig lassen sich viele Verklebungen auch ohne Beschädigungen rückgängig machen.
  • Der Klebprozess ist im Vergleich zum Schweißen oder Löten relativ wärmearm, eine Verletzung oder ein Verziehen der Fügeteile findet nicht statt.
  • Mit der Auswahl des Klebstoffes kann man das mechanische Verhalten eines Bauteils beeinflussen.

 

Was im Alltag hilft, kleine Missgeschicke zu beheben, ist schon seit langem in Industrie und Handwerk eine Schlüsseltechnologie geworden. 

 

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