Das Gelingen des Tapezierens hängt entscheidend von der Beschaffenheit und Vorbereitung des Untergrundes ab.
Als Grundregel gilt:
Die Wand muss trocken, tragfähig, gleichmäßig saugfähig, sauber und glatt sein.
Unter Tragfähigkeit versteht man beim Kleben und Tapezieren die Oberflächenfestigkeit des Untergrundes. Nachfolgend einige Möglichkeiten zur Prüfung:
Als einfachste Methode kann die Kratz- oder auch Druckprobe genannt werden: Wenn beim Kratzen mit einem harten Gegenstand bei mäßigem Druck eine Beschädigung am Untergrund, wie bspw. ein Ausplatzen der Kratzstelle, auftritt, so ist die Oberfläche zu weich.
Alternativ kann man mit einem Daumennagel drücken. Wird die Druckfläche sichtbar markiert, ist auch hier der Untergrund zu weich.
Wird beim Reiben mit der Hand ein kreidender Abrieb festgestellt, könnte es sich um einen Leimfarbenanstrich handeln. Hier ist die Fläche gründlich mit Wasser und Tapetenablöser abzuwaschen. Handelt es sich um einen kreidenden Gipsputz, kann eine Grundierung mit Tapeziergrund Abhilfe schaffen.
Alte Dispersionsfarben-Anstriche testet man mit dem Klebebandtest auf ihre Tragfähigkeit; man drückt einen Streifen Klebeband fest auf die Anstrichfläche und zieht diesen dann ruckartig wieder ab. Kommt es dabei zu Absplitterungen von Anstrichteilen oder bleiben hiervon deutliche Reste am Band kleben, muss dieser Anstrich entfernt werden
Kommentar hinzufügen