Der Begriff der Patina gehört zu den am weitesten verbreiteten Begriffen in der Beschreibung von alten Baustoffen, Oberflächen, Gebrauchsgegenständen, Kunstobjekten oder auch Antiquitäten.
Die Patina ist eine sich auf manchen Metallen unter normalen Umweltbedingungen bildende charakteristische Oberflächenschicht. Sie ist abzugrenzen von Korrosion, da Patina im Allgemeinen auch eine schützende Wirkung hat und vor fortschreitender Zerstörung bewahrt.
Im engeren Sinne spricht man von Patina (auch Edelrost genannt) nur bei Kupfer und seinen Legierungen (zum Beispiel Messing und Bronze). Kupfer oxidiert an der Luft zunächst langsam zu rotem Kupferoxid, dann überzieht es sich mit einer grünen schützenden Schicht (Edelrost), die aus einem komplexen Gemisch von verschiedenen Kupfersalzen besteht.
Heute wird der Begriff Patina aber auch gerne übertragend angewandt, auf Verfärbungen bzw. Oberflächenveränderungen, die sich charakteristisch in längeren Zeiträumen und unter natürlichen Bedingungen abspielen: Flugrost lässt z.B. Eisen alt aussehen, Rauchdunst lässt Gaststätten in typischer Weise mit gelblichen bis bräunlichen Belägen alt oder interessant aussehen, farbige Holzanstriche im Freien bleichen aus und werden durch Flechten, Moose und Algen ungleichmäßig rau und grünlich.
Um Gegenstände älter aussehen zu lassen, z.B. bei Schmuck wird Patina bisweilen auch imitiert. Der Arbeitsschritt zur künstlichen Herstellung eines Überzuges auf Kupfer- und Bronzeflächen wird patinieren genannt. Zu diesem Zweck behandelt man beispielsweise Kupfer mit Essigsäure und Ammoniumsalzen, oder man trägt eine künstliche Patina aus Kupfersalzen auf.
Patina / Gebrauchsspuren / Materialveränderungen wie Rost und abblätternde Farbe werden von den einen als Schönheit erlebt, für die anderen sind sie Verschmutzung und beginnender Verfall, dem man sofort begegnen muss.
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