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Sintern

Obwohl der Begriff "Sintern" unter Fachleuten recht gebräuchlich ist, ist es schwierig, eine Definition anzugeben, die allen theoretischen und praktischen Aspekten gerecht wird.

 

Man versteht unter dem Begriff „Sintern“ die Verfestigung einer Oberfläche, sodass eine feste, tragfähige und witterungsbeständige Oberfläche geschaffen wird. Oft wird der Begriff "Sintern" auch mit dem Begriff Verdichtung gleichgesetzt.

 

„Sintern“ ist jedoch nicht nur ohne flüssige Phase, sondern auch mit flüssiger Phase möglich.

 

"Sintern" ist ein umformendes Fertigungsverfahren für Formteile. Dieses Verfahren gestattet die Herstellung von Fertigteilen und Halbzeugen unter Umgehung der flüssigen Phase. Dabei werden Pulvermassen zunächst so geformt, dass wenigstens ein minimaler Zusammenhalt der Pulverpartikel gegeben ist. Dieser so genannte Grünling wird im Anschluss durch Wärmebehandlung unterhalb der Schmelztemperatur verdichtet und ausgehärtet. Der Sintervorgang läuft in 3 Stadien ab, während derer sich die Porosität und das Volumen des Grünlings deutlich verringert.

Im ersten Stadium des Sinterns erfolgt lediglich eine Verdichtung des Grünlings, wohingegen sich im zweiten Stadium die offene Porosität deutlich verringert. Die Festigkeit der Sinterkörper beruht auf den, im dritten Stadium gebildeten Sinterverbindungen (Anschmelzungen zwischen den Pulverpartikeln).

Wichtigste Sinterprodukte sind Gebrauchskeramiken (Porzellangeschirr) und technisches Porzellan (z.B. Isolatoren). Weitere typische Sinterprodukte sind Schneidkeramik oder keramische Magnete.

m Bauwesen kommt der Begriff „Sintern“ häufig im Zusammenhang mit Mauerklinker (Klinkerziegel und Hochbauklinker) vor, da es sich dabei um bis zur Sinterung gebrannte Mauerziegel mit dichtem, hochdruckfestem Gefüge handelt.

Diese hochfeuerbeständigen Steine bestehen aus Magnetsit und anderen Zuschlagstoffen, der bei 1500 °C bis zur Sinterung gebrannt wird.

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